Das Green Tech Valley in der Steiermark und Kärnten gilt als weltweites Zentrum für Energie- und Umwelttechnik. Mehr als 300 Partnerunternehmen und Forschungseinrichtungen entwickeln Technologien für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Im Jahr 2024 setzte sich das Wasserstoff-Valley bei einer EU-Ausschreibung gegen dutzende europäische Bewerber durch.
Green Tech Valley Cluster: Weltweite Nummer 1
Der 2005 gegründete Green Tech Valley Cluster wurde bereits 2010 von einem amerikanischen Investoren-Netzwerk zum weltbesten Green-Tech-Cluster gewählt. Das 14-köpfige Team unterstützt Partnerunternehmen mit Branchen-Know-how und Services. Die Vision: 1 World. 0 Carbon. 0 Waste.
Der Fokus 2025+ liegt auf fünf Themenfeldern: Net-Zero Production, Green Hydrogen, AI-based Energy Solutions, DigitAICircularity und Closed Loops. Im Vorjahr initiierte der Cluster 40 Innovations- und Business-Projekte. Gemeinsam mit Partnern wurden über 1.000 zusätzliche Forschende und 24.000 Mitarbeiter für den Standort gewonnen.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Partnerunternehmen | 300+ |
| Business- und Exportkontakte | 1.000+ |
| Internationale Partnercluster | 18 |
| Wasserstoff-Valley Investment | 578 Mio. € |
Europas erstes Wasserstoff-Valley für die Industrie
Zwischen 2025 und 2030 entstehen in der Steiermark, Oberösterreich und Kärnten 17 Wasserstoff-Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 578 Mio. Euro. Die EU fördert das Projekt mit 20 Mio. Euro Startkapital. Sechs Projekte mit 130 Mio. Euro Investment werden in der Steiermark umgesetzt.
Die Projekte umfassen die gesamte Wertschöpfungskette: Erzeugung, Transport, Speicherung und Anwendung von grünem Wasserstoff. Geplant sind Anlagen, die mehr als 10.000 Tonnen Wasserstoff pro Jahr in den drei Bundesländern erzeugen. Die Wasserstoffpipeline SoutH2Corridor von Nordafrika über Italien durch die Steiermark nach Deutschland wird beim Ausbau berücksichtigt.
Steirische Leitunternehmen im Green-Tech-Sektor
Die ANDRITZ AG mit Hauptsitz in Graz zählt zu den globalen Technologieführern für Wasserkraftturbinen und Umwelttechnik. Mit einem Jahresumsatz von 8,66 Mrd. Euro ist ANDRITZ das umsatzstärkste Unternehmen der Steiermark. Die zehn größten steirischen Unternehmen zeigen die Branchenvielfalt.
Die Energie Steiermark AG versorgt große Teile des Bundeslands mit Strom, Wärme und Gas. Mit der Pilotanlage in Gabersdorf betreibt sie die erste öffentliche Produktion von grünem Wasserstoff in Österreich. Gemeinsam mit dem Green Tech Valley Cluster koordiniert sie die regionalen Wasserstoff-Projekte.
Forschung und Entwicklung
Das HyCentA an der TU Graz ist zentraler technischer Partner für alle Wasserstoff-Projekte der drei Bundesländer. Als K1-Zentrum entwickelt es die Mehrzahl der Projekte mit fachlicher Expertise bis zur Umsetzung. Die Montanuniversität Leoben unterstützt Industrieunternehmen bei der Energiewende mit dem Innovationslabor NEFI_Lab.
In den Vorzeigeregionen Energie des Klima- und Energiefonds sind steirische Unternehmen an mehr als der Hälfte der Projekte beteiligt. 46 Prozent der beantragten Förderungen im Gesamtwert von 380 Mio. Euro gehen in die Steiermark. Auch der Holzcluster Steiermark treibt die Bioökonomie voran.
Startups und Hidden Champions
Zahlreiche Green-Tech-Startups setzen auf Wasserstoff als Energieträger. H2i GreenHydrogen baut in Graz hochleistungsfähige Elektrolysemodule – das Herzstück von Wasserstoffanlagen. Redeem Solar Technologies und Rouge H2 Engineering ergänzen das steirische Innovations-Ökosystem.
Die KWB Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH aus St. Margarethen ist Technologieführer bei Biomasseheizungen. SOLID Solar Energy Systems aus Graz realisiert weltweit Großsolarthermieanlagen. Diese Hidden Champions exportieren steirische Umwelttechnik in alle Kontinente.