Das steirische Online-Magazin für Wirtschaft

Human.technology Styria – Life Science Cluster für Gesundheitsinnovationen

Rund 150 steirische Unternehmen arbeiten für die menschliche Gesundheit. Der Human.technology Styria Cluster (HTS) vernetzt sie als Drehscheibe für Kontakte, Know-how und Informationen. Im Einflussbereich des Clusters sind 45.000 Mitarbeiter beschäftigt und erwirtschaften einen Jahresumsatz von über 5,45 Milliarden Euro.

Schwerpunkte und Strategie

Der Cluster fokussiert auf drei strategische Felder: Medizintechnik, Pharma/Biotechnologie und Gesundheit/Nachhaltigkeit. Die Querschnittsthemen Startups, Digitalisierung und Qualifizierung ergänzen diese Ausrichtung. Mit der Strategie 2025+ setzt HTS auf Innovationen für die älter werdende Gesellschaft und Digital Health.

In der Medizintechnik betreut der Cluster Unternehmen mit Fokus auf medizinische Mikroelektronik, Produktionstechnologien, biomedizinische Sensoren und Softwarelösungen. Die Pharma- und Biotechnologie deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Forschung über Prozessentwicklung bis zur industriellen Fertigung.

Standort Steiermark

Die Steiermark ist ein führendes Zentrum für Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmazeutik. Rund 200 innovative Unternehmen bilden die gesamte Wertschöpfungskette ab. Das Fortune Magazine zeichnete Graz als eine der besten Städte Europas für Unternehmen aus.

Die Medical Science City Graz ist das Herzstück des Life-Science-Standorts. Die Medizinische Universität Graz verbindet Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Unternehmen profitieren von der Nähe zu Spitzenforschung und hochqualifizierten Absolventen.

Kennzahl Wert
Cluster-Mitglieder 150 Unternehmen
Jahresumsatz im Einflussbereich 5,45 Mrd. €
Beschäftigte 45.000
Schwerpunktfelder MedTech, Pharma/BioTech, Health
Aktiv seit über 20 Jahre

Health Tech Hub Styria

Der HTH Styria ist eine Initiative von sieben führenden Akteuren des steirischen Innovationssystems. Neben HTS gehören die Med Uni Graz, die SFG, Science Park Graz, das Internationalisierungscenter Steiermark, Joanneum Research und die Stadt Graz zum Trägerkreis.

Die jährliche Veranstaltung bringt internationale Entscheidungsträger zusammen. Seit 2019 gab es mehr als 1.600 Anmeldungen und ebenso viele B2B-Gespräche. Der nächste HTH Styria Health Tech Hub findet am 25. und 26. März 2026 statt.

Erfolgsgeschichten

Das Startup Herzensapp entwickelt digitale Gesundheitslösungen. Die Entscheidung, den Firmensitz von der deutschen Ostseeküste in die Steiermark zu verlegen, verdanke man dem einzigartigen Engagement des HTS-Clusters. Das professionelle Team verstehe alle Aspekte der Startup-Bedürfnisse.

Der Unterschied zu norddeutschen Clustern sei wie Tag und Nacht, berichtet ein Unternehmer. In Deutschland erfahre man vieles nur über Newsletter. In der Steiermark seien persönliche Aktivitäten und Veranstaltungen entscheidend. Innovation werde hier tagtäglich gelebt.

Partner aus der Industrie

Zu den Gründungsmitgliedern zählt Fresenius Kabi als globaler Gesundheitskonzern. Die Partnerschaft zeigt das Commitment für gemeinsame Innovationen durch Vernetzung. PAYER als Präzisionsprodukt-Hersteller schätzt die Stärkung lokaler Kompetenzen.

Die Zeta GmbH aus Lieboch hat sich auf Anlagen für aseptische Produktionsprozesse spezialisiert. Das Unternehmen verbindet ökonomische, ökologische und soziale Verantwortung. CANCOM bringt IT- und Daten-Security-Expertise in den Cluster ein.

Cross-Cluster-Kooperationen

HTS arbeitet eng mit anderen steirischen Clustern zusammen. Die Transformation Lounge vernetzt Human.technology mit dem Holzcluster, Green Tech Valley, ACstyria und Silicon Alps. Der Fokus liegt auf der Reise vom traditionellen zum innovativen Geschäftsmodell.

Das Cross-Cluster-Format zu internationalem Onboarding richtet sich an HR-Verantwortliche. Leadership-Coaches erklären, worauf es in den ersten 90 Tagen ankommt. Die Initiative fördert die Gewinnung von Global Talents für den Standort.

Digitalisierung im Gesundheitswesen

KI-gestützte Diagnostik, innovative Patientensteuerung und smarte Assistenzsysteme prägen die Entwicklung. Die steirische Medizintechnikbranche setzt Maßstäbe bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Der Cluster versteht sich als Brücke zwischen Forschung, Unternehmen und Gesundheitseinrichtungen.

Die Creative Industries Styria liefern Design-Kompetenz für Medizinprodukte. User Experience und intuitive Bedienung werden immer wichtiger. Die Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg schafft Mehrwert.

Zukunftsperspektiven

Der demografische Wandel erhöht die Nachfrage nach Gesundheitsinnovationen. Lösungen für aktives und gesundes Altern stehen im Fokus. Die Steiermark ist bei diesem Leuchtturmprojekt führend positioniert.

Die F&E-Intensität der Steiermark von 5,17 Prozent schafft ideale Voraussetzungen für wissensintensive Branchen. Der Human.technology Styria Cluster nutzt diese Stärke, um den Standort als Vorreiter in der Medizintechnologie weiterzuentwickeln.

Quellen