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Tourismus in der Steiermark – Rekordwerte mit 14 Millionen Nächtigungen

Die Steiermark erreicht 2025 einen historischen Meilenstein: Erstmals überschreitet das Bundesland die Marke von 14 Millionen Nächtigungen im Tourismusjahr. Mit 4.536.200 Gästeankünften und einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 3,1 Nächten festigt die Steiermark ihre Position unter den Top-Tourismusdestinationen Österreichs.

Rekordsommer mit 8 Millionen Nächtigungen

Im Sommerhalbjahr zwischen Mai und Oktober 2025 empfing die Steiermark 2.719.800 Gäste – ein Plus von 1,6 Prozent. Die Nächtigungen stiegen auf 8.059.900 (+1,3 Prozent). Natur- und Outdoordestinationen gewinnen an Bedeutung. Reisende aus den Nachbarländern schätzen die kurzen Anfahrtswege und das vielfältige Angebot.

Die Region Graz profitierte von wachsender internationaler Nachfrage und entwickelte sich dynamisch. Das Thermen- und Vulkanland verzeichnete die stärksten Zuwächse bei Ankünften und Nächtigungen aller Erlebnisregionen. Die Südsteiermark punktet mit Wein, Kulinarik und sanftem Tourismus.

Erlebnisregion Schwerpunkt Entwicklung 2025
Schladming-Dachstein Wintersport, Wandern Stabil auf hohem Niveau
Thermen- & Vulkanland Wellness, Gesundheit Stärkstes Plus der Steiermark
Region Graz Städtetourismus, Kultur Internationale Nachfrage steigt
Südsteiermark Wein, Kulinarik Positives Wachstum
Ausseerland-Salzkammergut Natur, Tradition Stabiles Niveau

Schladming-Dachstein: Winterdestination Nummer 1

Die Region Schladming-Dachstein ist die größte Erlebnisregion der Steiermark und Herzstück des Wintersporttourismus. 13 Gemeinden bilden das Tourismuszentrum zwischen Dachstein, Schladminger Tauern und Grimming. Die vier Skigebiete Planai, Hochwurzen, Hauser Kaibling und Reiteralm sind mit der Ski amadé verbunden.

Das Nightrace am Schladminger Planai ist eines der prestigeträchtigsten Slalom-Rennen im Weltcup-Kalender. 2025 feierte das Nightrace seinen 30. Geburtstag. Über 50.000 Zuschauer feuerten die Athleten an. Der Skicross-Weltcup und das Dachstein-Opening mit prominenten Gästen runden den Eventkalender ab.

Thermentourismus in der Oststeiermark

Die steirischen Thermen ziehen ganzjährig Gäste an. Bad Blumau mit dem Hundertwasser-Thermenhotel, Bad Waltersdorf, Bad Radkersburg und Loipersdorf sind etablierte Wellness-Destinationen. Die Kombination aus Thermalwasser, Kulinarik und Natur macht die Region attraktiv für Gesundheits- und Erholungstouristen.

Das Gemeinde-Ranking der Steiermark zeigt die touristische Bedeutung der Regionen. Die Bezirke Hartberg-Fürstenfeld und Südoststeiermark weisen hohe Nächtigungsdichten auf. Gäste aus Deutschland, Tschechien und den Niederlanden dominieren die Herkunftsstatistik.

Internationalisierungsoffensive

Die Steirische Tourismus GmbH investiert 2 Mio. Euro in eine Internationalisierungsoffensive. Neben Deutschland werden die Slowakei, Italien und neu die Schweiz als wichtige Quellmärkte bearbeitet. Die Koralmbahn-Eröffnung im Dezember 2025 verbindet einen Wirtschaftsgroßraum mit 1,5 Millionen Menschen und eröffnet neue touristische Potenziale.

Gemeinsame Kampagnen mit den ÖBB und der Kärnten Werbung sollen die Bahnstrecke ins Bewusstsein potenzieller Gäste bringen. Ein Sonderzug mit Influencern, Journalisten und Botschaftern fuhr zur Eröffnung. Für 2026 ist ein großes Printprodukt in Planung.

Events als Tourismusmagneten

Die Steiermark setzt auf Großveranstaltungen als Aushängeschilder: Der Steiermark-Frühling in Wien, Formel 1 und MotoGP am Red Bull Ring, das Narzissenfest im Ausseerland und diverse Ski-Weltcups locken internationales Publikum. Die traditionsreichen Familienunternehmen der Gastronomie profitieren von den Besucherströmen.

Langfristige Entwicklung

Seit 2015 wuchs die Zahl der Ankünfte um 22,5 Prozent, die Nächtigungen um 19,4 Prozent – abgesehen vom pandemiebedingten Einbruch. Die kontinuierlich steigende Nachfrage zeigt die Attraktivität der Steiermark als Ganzjahresdestination. Die Schulskikursoffensive, Digitalisierung der Tourismusverbände und Förderung privater Anbieter sichern die Zukunftsfähigkeit der Branche.

Quellen