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TU Graz – Technische Exzellenz und Forschung auf Weltniveau

Mit rund 13.400 Studierenden und über 40 Partnerunternehmen aus der Industrie zählt die Technische Universität Graz zu den bedeutendsten technisch-naturwissenschaftlichen Bildungseinrichtungen Europas. Die enge Verzahnung von Forschung und Wirtschaft macht die TU Graz zum Motor für Innovation in der Steiermark und weit darüber hinaus. Seit über 200 Jahren prägt sie den Technologiestandort und bildet Fachkräfte aus, die weltweit gefragt sind.

Wissen, Technik, Leidenschaft

Seit über 200 Jahren überzeugt die TU Graz durch ausgezeichnete Leistungen in Lehre und Forschung. Die Universität bietet 19 Bachelorstudien, 35 Masterstudien – davon 18 in englischer Sprache – sowie englischsprachige Doktoratsstudien an. Aufbauend auf grundlagenorientierten Bachelor-Programmen konzentriert sich die TU Graz auf forschungsorientierte, weitgehend englischsprachige Master- und PhD-Programme.

Die Universität versteht sich als Quelle für Visionen und Innovationen. Gemeinsam mit starken Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft werden Ideen und Forschungsergebnisse in die Gesellschaft übertragen. Ziel ist ein effizienter Wissens- und Technologietransfer, der den Standort Graz nachhaltig stärkt und internationale Sichtbarkeit schafft.

Die TU Graz setzt auf innovative Lehr- und Lerntechnologien, um interaktives und kreatives Lernen zu unterstützen. Mit dem TeachCenter als E-Learning-Plattform und modernen Laboratorien bietet sie optimale Studienbedingungen. Die Universität fördert kritisches und kreatives Denken und begeistert Studierende für Wissenschaft und Beruf. Die Absolventinnen und Absolventen sind als Führungskräfte und Leistungsträger weltweit gefragt.

Fünf wissenschaftliche Stärkefelder

Die TU Graz hat fünf international sichtbare Forschungsschwerpunkte definiert und pflegt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Grundlagenforschung sowie erkenntnis- und anwendungsorientierter Forschung. Diese Fokussierung ermöglicht Spitzenleistungen auf Weltniveau und macht die Universität zu einem begehrten Partner für internationale Forschungskooperationen.

Die Schwerpunkte decken ein breites Spektrum ab – von Advanced Materials Science über Human- und Biotechnologie bis hin zu Informations- und Kommunikationstechnologien, Mobility und Production sowie Sustainable Systems. In jedem dieser Bereiche arbeiten die Forschenden eng mit der Industrie zusammen und treiben Innovationen voran, die weit über die Grenzen Österreichs hinaus Wirkung zeigen. Mehrere ERC Grants und zahlreiche Patente belegen die Forschungsexzellenz.

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ein Markenzeichen der TU Graz. Viele Projekte verbinden mehrere Stärkefelder und schaffen so innovative Lösungen für komplexe Herausforderungen. Diese ganzheitliche Herangehensweise unterscheidet die Universität von vielen anderen technischen Hochschulen und macht sie zu einem bevorzugten Partner für Industrie und Forschungseinrichtungen.

Starke Industriepartnerschaften

Mittlerweile unterstützen 40 fördernde Partnerunternehmen Forschung und Bildung an der TU Graz. Das Forum Technik und Gesellschaft bietet allen verbundenen Unternehmen eine Plattform für Diskussion und Kommunikation. Zu den Partnern zählen steirische Leitbetriebe wie AVL, Magna Steyr, Andritz, voestalpine und Infineon Austria.

Partnerunternehmen Branche Kooperationsschwerpunkt
AVL List GmbH Antriebssysteme E-Mobilität, Simulation
Magna Steyr Automotive Automatisiertes Fahren, Smart Factory
Andritz AG Anlagenbau Wasserkraft, Umwelttechnik
Infineon Austria Halbleiter Mikroelektronik, Sensorik
voestalpine Stahl/Metall Werkstofftechnologie

Die Kooperationen gehen weit über klassische Forschungsprojekte hinaus. So wurde gemeinsam mit AVL eine eigene AVL-Klasse an der Universität entwickelt, die Studierende gezielt auf die Anforderungen des Unternehmens vorbereitet. Mit Magna Steyr forscht die TU Graz in den Bereichen automatisiertes Fahren, virtuelle Produktentwicklung und Smart Factory. Diese enge Verzahnung garantiert Studierenden praxisnahe Ausbildung und beste Karriereperspektiven bei den führenden Unternehmen der Region.

Labor für Innovation – Österreichs größter akademischer Makerspace

Auf über 800 Quadratmetern bietet das Labor für Innovation am Institut für Innovation und Industrie Management eine einzigartige Plattform. Hier treffen sich Studierende, Forschende, Start-ups, KMU und etablierte Industrieunternehmen zur gemeinsamen Innovationsarbeit. Das FabLab ist mit modernster digitaler Fertigungstechnik ausgestattet – von 3D-Druckern über Lasercutter bis zu CNC-Fräsen.

Das DesignLab bietet auf rund 200 Quadratmetern die perfekte Bühne für interdisziplinären Austausch. Eine multifunktionale Bühne, eine 4K-LED-Wall mit zehn Metern Breite, professionelles Bühnenlicht und ein Dolby 7.2-Soundsystem gehören zur Ausstattung. Jeden Donnerstagnachmittag können auch externe Maker ihre Ideen und Designs an der TU Graz realisieren. Das Labor ist damit ein offener Innovationsraum für die gesamte Region.

Die Initiative Enforcing Innovation across Maker, Industry & Research (MI&R) bindet gezielt die Maker-Community in die Kooperation von Industrie und universitärer Forschung ein. 15 Unternehmenspartner, darunter Andritz, AVL, Magna, OMV und voestalpine, profitieren von dieser neuen Herangehensweise. Das Labor für Innovation verbindet damit drei Welten: die kreative Maker-Szene, die etablierte Industrie und die akademische Forschung.

Product Innovation – Theorie trifft Praxis

Im Programm Product Innovation stellen sich interdisziplinäre Studierendenteams realen Herausforderungen von Industriepartnern. Mit einem Budget von bis zu 10.000 Euro entwickeln sie Produktkonzepte, funktionsfähige Prototypen und Businesspläne. Die Abschlusspräsentation erfolgt vor einem Publikum aus Industrie und Forschung und bietet den Teilnehmern wertvolle Networking-Möglichkeiten.

Das Programm blickt auf fast 20 Jahre Erfahrung mit 80 Projekten und 40 Industriepartnern zurück. Mehr als 800 Studierende aus über 50 Nationen und 50 Universitäten haben bereits teilgenommen. Zu den Kooperationspartnern zählen Google, University of Oxford, Porsche Holding, Fronius, KTM und OMV. Zahlreiche Patente wurden angemeldet, und viele Partnerunternehmen bieten Studierenden aus den Projektteams direkt Jobangebote an.

Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Teams ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Studierende aus Maschinenbau, Informatik, Design und Wirtschaft arbeiten gemeinsam an Lösungen. Diese Erfahrung bereitet optimal auf die Arbeitswelt vor, wo komplexe Probleme ebenfalls nur im Team gelöst werden können.

Start-ups und Spin-offs

Die TU Graz ist Mehrheitseigentümer des Science Park Graz – eines der erfolgreichsten akademischen Inkubatoren Österreichs. Das Forschungs- und Technologie-Haus unterstützt Studierende und Bedienstete mit Gründungsinteresse, insbesondere bei Fragen zu geistigem Eigentum und Technologietransfer. Jährlich entstehen hier dutzende neue Unternehmen mit Hightech-Fokus.

Eine virtuelle Landkarte dokumentiert die Gründungsaktivitäten von TU Graz-Angehörigen von 1950 bis heute. Zahlreiche erfolgreiche Start-ups haben ihre Wurzeln an der TU Graz – darunter Easelink mit innovativen Ladelösungen für Elektrofahrzeuge oder smaXtec mit Sensortechnologie für die Landwirtschaft. Diese Erfolgsgeschichten inspirieren neue Generationen von Gründern.

Das Entrepreneurship-Ökosystem der TU Graz umfasst neben dem Science Park auch Mentoring-Programme, Gründerwettbewerbe und Vernetzungsveranstaltungen. Studierende können bereits während des Studiums erste unternehmerische Erfahrungen sammeln und von erfahrenen Gründern lernen.

NAWI Graz – Kooperation mit der Universität Graz

Im Rahmen der Kooperation NAWI Graz arbeiten TU Graz und Universität Graz in den Naturwissenschaften eng zusammen. Studierende inskribieren an einer der beiden Unis, können aber Lehrveranstaltungen an beiden Standorten besuchen. Diese Zusammenarbeit bündelt Ressourcen und ermöglicht ein breiteres Studienangebot, das keine der beiden Universitäten allein stemmen könnte.

Die Kooperation umfasst gemeinsame Forschungsschwerpunkte, Labors und Infrastruktur. Für Studierende bedeutet das Zugang zu einem erweiterten Netzwerk von Experten und modernsten Forschungseinrichtungen beider Universitäten. NAWI Graz hat sich als Erfolgsmodell etabliert und wird von anderen Universitätsstandorten als Vorbild betrachtet.

Studium an der TU Graz – Fristen und Zulassung

Für das Wintersemester 2026/2027 gelten folgende Fristen: Die Zulassungsfrist für Bachelorstudien ohne Aufnahmeverfahren läuft vom 6. Juli bis 5. September 2026. Für Masterstudien ist eine Bewerbung bis 30. November 2026 möglich. Die Online-Voranmeldung erfolgt über TUGRAZonline nach Erstellung eines Basis-Accounts.

Studienjahr 2025/2026 Datum
Beginn Wintersemester 1. Oktober 2025
Ende Lehrveranstaltungen WS 31. Jänner 2026
Beginn Sommersemester 1. März 2026
Ende Lehrveranstaltungen SS 30. Juni 2026

Drei Campus in Graz

Die TU Graz verteilt sich auf drei Campus im Stadtgebiet: Der Campus Alte Technik in der Rechbauerstraße 12 beherbergt das historische Hauptgebäude und die Verwaltung. Der Campus Neue Technik in der Stremayrgasse bietet moderne Hörsäle und Laboratorien für Maschinenbau und Elektrotechnik. Der Campus Inffeldgasse ist Standort für Informatik, Biomedical Engineering und das Labor für Innovation.

Alle drei Campus sind von 6 bis 20 Uhr geöffnet und durch kurze Wege verbunden. Die zentrale Lage in Graz ermöglicht eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Studierende profitieren von modernen Mensen, Bibliotheken und Lernräumen an allen Standorten.

Die TU Graz ist ein zentraler Pfeiler des steirischen Innovationssystems. Als Forschungs- und Bildungspartnerin trägt sie signifikant zur Standortattraktivität bei und bildet die Fachkräfte aus, die Unternehmen wie jene im ACstyria Mobilitätscluster oder im Green Tech Valley dringend benötigen.

Quellen