Mit über 90 Filialen in der Steiermark und einer eigenen Niederlassung in Hausmannstätten ist Hofer einer der größten Lebensmitteldiscounter im „Grünen Herzen Österreichs“. Österreichweit zählt die Hofer KG mehr als 530 Filialen und über 12.000 Mitarbeiter – die Steiermark stellt damit knapp ein Sechstel des gesamten Filialnetzes. Die steirische Niederlassung Hausmannstätten an der Grazer Straße 60a ist eine von drei Zweigniederlassungen in Österreich und zugleich Drehscheibe für die Versorgung des Filialnetzes in der Süd- und Oststeiermark.
Hofer Steiermark: 90+ Filialen in allen Bezirken
Hofer ist als Discounter mit klarem Konzept positioniert: 1.500 Standardartikel des täglichen Bedarfs, ergänzt durch wöchentlich wechselnde Aktionsware. Über 90 Prozent dieser Standardprodukte sind Eigenmarken wie „Zurück zum Ursprung“, „Natur aktiv“, „Choceur“ oder „Milsani“. Diese strikte Sortimentsbeschränkung ist der Schlüssel zu den niedrigen Preisen, mit denen Hofer das Konsumverhalten in Österreich seit 1968 prägt.
In der Steiermark ist Hofer in nahezu allen Bezirken vertreten. Die folgenden Standorte zählen zu den 90+ steirischen Hofer-Märkten:
| Bezirk | Hofer-Standorte (Auswahl) |
|---|---|
| Graz Stadt | Europaplatz 12, Grieskai 76, Plüddemanngasse 66, Liebenauer Hauptstr. 224, Lendkai 59, Schönaugasse 121, Mariatroster Straße 377, Kärntner Straße 216, Ragnitzstraße 154, Weiberfelderweg 1 |
| Graz-Umgebung | Hausmannstätten, Seiersberg-Pirka (2x), Premstätten, Kalsdorf bei Graz, Peggau, Gratwein, Vasoldsberg, Lieboch, Söding-Sankt Johann |
| Liezen | Bad Aussee, Bad Mitterndorf, Gröbming, Liezen, Rottenmann, Schladming, Stainach |
| Leibnitz | Leibnitz, Wagna, Straß in Steiermark |
| Bruck-Mürzzuschlag | Bruck an der Mur, Kapfenberg, Kindberg, Krieglach, Mürzzuschlag, Sankt Lorenzen im Mürztal |
| Murtal | Judenburg, Knittelfeld, Kobenz, Scheifling, St. Michael in Obersteiermark |
| Weiz | Weiz, Birkfeld, Pischelsdorf am Kulm, St. Margarethen an der Raab, Thannhausen bei Weiz |
| Hartberg-Fürstenfeld | Hartberg, Ilz |
| Südoststeiermark | Feldbach, Mureck, St. Stefan im Rosental |
| Voitsberg | Voitsberg, Köflach, Bärnbach |
| Deutschlandsberg | Deutschlandsberg, Stainz, Wies |
| Leoben | Leoben, Trofaiach, Eisenerz |
| Murau | Murau |
Niederlassung Hausmannstätten: Drehscheibe für Süd- und Oststeiermark
Die Hofer-Niederlassung Hausmannstätten in der Grazer Straße 60a ist mehr als nur ein Logistikzentrum. Sie ist eine von drei Zweigniederlassungen, die Hofer in Österreich betreibt – neben Sattledt (Oberösterreich) und Rietz (Tirol). Geleitet wird die Niederlassung von einem eigenen Geschäftsführer, der die gesamte Region Süd- und Oststeiermark verantwortet. Hier sitzen die Regionalverkaufsleiter, die jeweils sechs bis acht Filialen betreuen.
Daneben gibt es in Lieboch (Steiermark) ein zusätzliches reines Logistikzentrum, das die steirischen Filialen mit Frischwaren, Tiefkühlprodukten und Aktionsware beliefert. Bis zu 200 LKW-Touren werden hier pro Tag disponiert. Die strategische Lage zwischen Graz und der Pyhrn-Autobahn A9 ermöglicht eine schnelle Versorgung sowohl der städtischen Hofer-Filialen in Graz als auch der ländlichen Standorte in der West- und Südsteiermark.
Hofer Öffnungszeiten Steiermark
Die Öffnungszeiten der Hofer-Filialen in der Steiermark folgen einem einheitlichen Schema, weichen aber je nach Standort um 15 bis 30 Minuten ab. In Graz und den Bezirkshauptorten gelten meist folgende Zeiten:
| Tag | Öffnungszeit (Standard Stadt) | Öffnungszeit (Standard Land) |
|---|---|---|
| Montag bis Freitag | 7:40 bis 20:00 Uhr | 7:15 bis 19:30 Uhr |
| Samstag | 7:40 bis 18:00 Uhr | 7:15 bis 18:00 Uhr |
| Sonntag | geschlossen | geschlossen |
Einzelne Hofer-Filialen in Tourismus-Hotspots wie Schladming oder Bad Aussee haben in der Hauptsaison erweiterte Öffnungszeiten. Detaillierte Informationen liefert der Filialfinder auf hofer.at oder die Hofer-App, die zusätzlich aktuelle Aktionsware und Flugblätter anzeigt.
Hofer Eigenmarken: Über 90 Prozent des Sortiments
Die Eigenmarken-Strategie ist Hofers wichtigster Wettbewerbsvorteil gegenüber Spar oder klassischen Vollsortimentern. Über 90 Prozent der rund 1.000 Standardprodukte sind Eigenmarken. Zu den bekanntesten zählen:
- Zurück zum Ursprung: Bio-Linie mit über 200 Produkten, mehrfach mit dem Klimaschutzpreis ausgezeichnet
- Natur aktiv: Bio-Basisprodukte zum Discount-Preis
- Choceur: Schokolade und Süßwaren
- Milsani: Milchprodukte aus österreichischen Molkereien
- Medion: Technik-Produkte (Laptops, Smartphones, Haushaltsgeräte)
- Martello: Kapsel-Café-System als Alternative zu Nespresso
Viele Eigenmarken-Lieferanten sitzen in der Steiermark. Berglandmilch, Manner, Spitz oder die Brau Union liefern unter Hofer-Eigenmarken-Logo direkt in das Logistikzentrum Lieboch. „Zurück zum Ursprung“-Produkte stammen häufig von steirischen Bio-Bauern aus dem Murtal oder dem Vulkanland. Diese regionale Verankerung ist ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz von Hofer als heimischer Discounter.
E-Mobilität: 95 Hofer-Filialen mit Ladesäulen
Anfang 2024 startete Hofer gemeinsam mit der Energie Steiermark als Konsortialführer das größte Ausbauprojekt für E-Ladestationen im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel. An 485 Hofer-Standorten in ganz Österreich werden bis 2028 über 2.000 Ladepunkte errichtet. 95 dieser Standorte liegen in der Steiermark, hier entstehen mehr als 400 neue Ladepunkte. Die Investition allein in der Steiermark beträgt 9,4 Millionen Euro.
Der erste steirische Pilotstandort wurde in Leoben in Betrieb genommen. Ergänzt wird das Projekt durch ein bundesweites Konsortium aus sieben Energieversorgern – Energie Steiermark, Energie Graz, EVN, KELAG, IKB, VKW und Linz AG. Die Gesamtinvestition für das österreichweite Projekt liegt bei über 100 Millionen Euro. Damit ist nahezu jeder Haushalt in der Steiermark heute weniger als 15 Kilometer von der nächsten E-Ladestation entfernt – ein wichtiger Standortfaktor angesichts steigender Strompreise und veränderter Mobilitätsmuster.
Aldi Süd: Hofer als Teil eines internationalen Konzerns
Die Hofer KG mit Sitz in Sattledt ist seit 1968 Teil der Aldi Süd-Gruppe. Während die deutschen Filialen unter dem Namen „Aldi Süd“ firmieren, hat sich für Österreich der ursprüngliche Familienname „Hofer“ durchgesetzt. Das Logo – ein stilisiertes „A“ – ist mit dem deutschen Aldi-Süd-Logo identisch, der Schriftzug „Hofer“ ist eigenständig. Zur Hofer KG gehören neben Hofer Österreich auch Aldi Suisse (Schweiz), Hofer Slowenien, Aldi Ungarn und Aldi Italien. In Italien firmiert das Unternehmen unter „Aldi“, weil „Hofer“ dort ein häufiger Familienname ist.
Diese internationale Vernetzung wirkt sich auch auf das Sortiment in der Steiermark aus. Aktionsartikel werden zentral für mehrere Länder eingekauft, was Hofer einen Mengenvorteil gegenüber rein nationalen Anbietern verschafft. Wer im Februar einen Holzspalter, im Sommer ein E-Bike oder im Winter Skiausrüstung sucht, findet die Aktionsware oft simultan in den steirischen Filialen und in Aldi-Süd-Märkten in Bayern.
Hofer als Arbeitgeber in der Steiermark
Hofer beschäftigt in der Steiermark rund 1.500 Mitarbeiter, davon etwa 80 Lehrlinge. Die Verdienstmöglichkeiten gelten innerhalb des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels als überdurchschnittlich. Lehrlinge im ersten Lehrjahr erhalten bei Hofer rund 1.150 Euro brutto monatlich – mehr als der österreichische Branchendurchschnitt. Mitarbeiter im Verkauf starten typischerweise bei rund 1.900 Euro brutto vollzeit, Filialleiter erreichen je nach Verantwortung 3.500 bis 4.500 Euro.
Hofer wirbt aktiv um Mitarbeiter mit Slogans wie „Da bin ich mir sicher“ und betont die langfristigen Karriereperspektiven. Im Gegensatz zu manchen Konkurrenten setzt Hofer stark auf Vollzeit-Arbeitsverhältnisse – die Teilzeitquote liegt unter 40 Prozent. Diese Strategie hat in den letzten Jahren auch in der Region Graz-Umgebung dazu beigetragen, dass Hofer trotz angespanntem Arbeitsmarkt Personal halten konnte.
Hofer 2026: Was sich ändert
Mit Stand September 2025 wurde die Schließung des Hofer-Lagers Weißenstein in Kärnten Ende 2026 angekündigt. 200 Mitarbeiter sind betroffen, die teilweise nach Sattledt oder in andere Niederlassungen wechseln können. Für die Steiermark ist die Schließung relevant, weil bisher Teile der südsteirischen Filialen aus Weißenstein beliefert wurden. Diese Logistikrouten werden ab 2027 vom Standort Lieboch übernommen. Eine Personalaufstockung am Standort Lieboch wird derzeit geprüft.
Im Filialnetz selbst plant Hofer auch 2026 weitere Modernisierungen. Schwerpunkte sind die Erweiterung der Frischeabteilungen, neue Backstationen mit der hauseigenen „Backbox“ und der Ausbau des Bio-Sortiments. Bis Ende 2025 wurde in praktisch allen steirischen Filialen die Möglichkeit zur Rückgabe von Einwegpfandflaschen und -dosen geschaffen, wie es das österreichische Pfandgesetz seit Jänner 2025 vorschreibt.
Auch das Engagement für Klimaschutz wurde 2026 ausgebaut. Hofer wurde mehrfach mit dem Energy Globe World Award ausgezeichnet und betreibt einen Großteil der österreichischen Filialen mit Strom aus erneuerbaren Quellen. In der Steiermark werden zudem Photovoltaikanlagen auf den Filialdächern installiert, die einen wachsenden Teil des Eigenstrombedarfs decken. Das Innovationszentrum „Alpha Retail Network“ in Eberstalzell entwickelt parallel neue Filialkonzepte, die in den kommenden Jahren auch in steirischen Standorten umgesetzt werden sollen.
Quellen
- Hofer: Alle Filialen in der Steiermark mit Öffnungszeiten
- Hofer: Niederlassungen und Logistikzentren
- Hofer Karriere: Logistikzentren und Zweigniederlassungen
- Energie Steiermark: Ladeinfrastruktur-Ausbau bei Hofer