Wer auf der A9 Pyhrn Autobahn südlich von Graz Richtung Kalsdorf und Leibnitz unterwegs ist, muss 2026 und 2027 mit einer Großbaustelle rechnen. Die ASFINAG saniert den stark befahrenen Abschnitt zwischen dem Weblinger Kreis und dem Schwarzlsee von Grund auf – rund sechs Kilometer, etwa 65 Millionen Euro, zwei Jahre Bauzeit. Dieser Beitrag fasst zusammen, was gebaut wird, wann welche Richtung dran ist, wie viele Fahrspuren offen bleiben und worauf Pendler achten sollten.
Was wird gebaut?
Saniert wird einer der meistbefahrenen Autobahnabschnitte Österreichs: Bis zu 80.000 Fahrzeuge rollen täglich über die A9 zwischen Webling und Schwarzlsee. Die Strecke wurde 1973 eröffnet und ist damit über 50 Jahre alt – eine Grunderneuerung war überfällig. Die ASFINAG investiert rund 65 Millionen Euro und erneuert praktisch alle Bestandteile der Autobahn. Zuerst wird der alte Betonbelag abgetragen, danach kommt auf mehr als 150.000 Quadratmeter lärmmindernder Asphalt auf – das senkt nicht nur den Verschleiß, sondern auch den Lärm für die Anrainer.
Zeitplan 2026 und 2027
Die Arbeiten laufen über zwei Jahre und in mehreren Phasen:
- Mitte/Ende Februar bis April 2026: Umbau im Bereich des Mittelstreifens, Einrichtung der Baustelle, Start des Tempolimits.
- Mai bis Ende November 2026: Generalerneuerung der Fahrtrichtung Spielfeld – also der Richtung, in der man von Graz nach Kalsdorf und Leibnitz fährt.
- 2027: Erneuerung der Gegenrichtung (Richtung Graz/Norden), Abschluss bis Ende 2027.
Für 2026 heißt das: Wer in Richtung Süden, also Richtung Leibnitz, unterwegs ist, fährt durch die aktive Baustelle. Die Gegenrichtung folgt erst im Jahr darauf.
Verkehr: Fahrspuren und Tempo
Die gute Nachricht für Pendler: Es wird nicht gesperrt, sondern unter laufendem Verkehr gebaut. Die Fahrstreifen bleiben weitgehend erhalten:
- Weblinger Kreis bis Knoten Graz-West: drei Fahrstreifen je Richtung
- Knoten Graz-West bis Schwarzlsee: zwei Fahrstreifen je Richtung
Allerdings gilt auf der gesamten Baustelle ein Tempolimit von 60 km/h, das ab Ende Februar per Section Control überwacht wird. Die verengten Fahrstreifen und das niedrigere Tempo führen vor allem zu den Stoßzeiten zu Verzögerungen. Die Anschlussstelle Seiersberg sowie die Verbindungen in Richtung Klagenfurt und Wien bleiben während der gesamten Bauzeit erreichbar.
Was Pendler beachten sollten
- Mehr Zeit einplanen: Besonders im morgendlichen und abendlichen Berufsverkehr ist mit Staus im Baustellenbereich zu rechnen.
- Stoßzeiten meiden: Wer flexibel ist, fährt am besten außerhalb der Spitzenzeiten.
- Section Control beachten: Das Tempo 60 wird streckenweise gemessen – Anzeige und Realtempo im Blick behalten.
- Öffis prüfen: Auf der Strecke Graz-Leibnitz ist die S-Bahn (Linie S5/S6) eine staufreie Alternative.
Aktuelle Verkehrsinfo
Baustellen-Zeitpläne und Sperren können sich kurzfristig ändern – etwa durch Witterung oder Nachtarbeiten. Verlassen Sie sich deshalb vor wichtigen Fahrten auf die tagesaktuellen Quellen: die ASFINAG (Baustellen- und Verkehrsinfo) und den ÖAMTC-Verkehrsservice für die A9. Die Angaben in diesem Beitrag geben den Stand von Juni 2026 wieder.
Häufige Fragen zur A9-Baustelle
Wo genau wird auf der A9 gebaut?
Zwischen dem Weblinger Kreis und dem Schwarzlsee südlich von Graz, auf einer Länge von rund sechs Kilometern – der Beginn der Strecke Richtung Kalsdorf und Leibnitz.
Wie lange dauert die Baustelle?
Von Mitte Februar 2026 bis Ende 2027. 2026 wird die Fahrtrichtung Spielfeld (Süden) saniert, 2027 die Gegenrichtung.
Wird die A9 gesperrt?
Nein, es wird unter laufendem Verkehr gebaut. Zwischen Webling und Graz-West bleiben drei, danach zwei Fahrstreifen je Richtung offen, bei Tempo 60.
Gibt es eine staufreie Alternative?
Für die Strecke Graz-Leibnitz ist die S-Bahn eine gute Möglichkeit, dem Baustellenstau auszuweichen.
Quellen
- ASFINAG: Presse und Baustelleninfo zur A9
- ÖAMTC: Verkehrsservice A9 Pyhrn Autobahn
- inside Graz: A9-Generalsanierung – Infos für Pendler