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Gösser Kirtag 2026 in Leoben: Termin, Programm, Anreise und die Brauerei dahinter

Einmal im Jahr verwandelt sich die Innenstadt von Leoben in den längsten Kirtag Österreichs: Über vier Kilometer zieht sich der Gösser Kirtag durch die Gassen der obersteirischen Montanstadt, gesäumt von Hunderten Marktständen, zwei Bühnen, Fahrgeschäften und Bierzelten. 2026 steigt er am Donnerstag, 8. Oktober – in seiner 188. Auflage und mit einer Tradition, die bis ins Jahr 1837 zurückreicht. Rund 35.000 Menschen aus der ganzen Steiermark, den anderen Bundesländern und dem Ausland pilgern dann nach Leoben. Dieser Leitfaden bündelt alles für Ihren Besuch: Termin, Tagesablauf, Programm, Anreise und Parken – und erzählt die Geschichte der Brauerei Göss, ohne die es weder das Bier noch den Kirtag in dieser Form gäbe.

Das Wichtigste in Kürze: Der Gösser Kirtag 2026 findet am Donnerstag, 8. Oktober 2026 in der Leobener Innenstadt statt, in seiner 188. Auflage. Mit über vier Kilometern Marktstraße und rund 300 bis 350 Ausstellern ist er der längste Kirtag Österreichs und zieht jährlich etwa 35.000 Besucher an. Eröffnung und Bieranstich finden am Vormittag statt, der Markt ist frei zugänglich. Anreise am besten mit der Bahn (Leoben Hauptbahnhof, zehn Gehminuten in die Innenstadt). Stand: Juni 2026.

Inhalt:

Termin und Tradition

Der Gösser Kirtag hat einen Termin, den man sich leicht merkt: Er findet immer am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im Oktober statt. 2026 fällt das auf den 8. Oktober. Damit ist der Kirtag ein Werktagsfest mitten im Herbst – ein Tag, an dem in Leoben traditionell wenig anderes läuft und die ganze Stadt auf den Beinen ist.

Die Wurzeln reichen weit zurück. Um 1836 erteilte Kaiser Ferdinand das Privileg, neben dem bestehenden Viehmarkt in Göss auch einen Krämermarkt abzuhalten – und zwar genau an jenem Donnerstag nach dem ersten Oktober-Sonntag. 1837 wurde der Markt erstmals abgehalten, und aus dem kirchlichen Festtag, dem Kirchtag oder eben Kirtag, wurde über die Jahrzehnte einer der größten Jahrmärkte des Landes. 2026 begeht Leoben die 188. Auflage – eine fast lückenlose Reihe über fast zwei Jahrhunderte.

Aus dem ursprünglichen Vieh- und Krämermarkt, der den Bauern und Händlern der Region diente, ist über die Generationen ein Volksfest geworden, das längst weit über Leoben hinausstrahlt. Der kirchliche Festtag, dem der Kirtag seinen Namen verdankt, ist in den Hintergrund getreten; geblieben ist das, was einen guten Kirtag ausmacht: Markt, Musik, Bier und das Wiedersehen mit Bekannten, die man oft nur einmal im Jahr trifft. Genau diese Beständigkeit macht den Gösser Kirtag zu einem fixen Termin im steirischen Veranstaltungskalender und zu einem Stück Identität der Montanstadt.

Der längste Kirtag Österreichs

Was den Gösser Kirtag von anderen Volksfesten unterscheidet, ist seine schiere Länge. Der Markt zieht sich über mehr als vier Kilometer durch die Leobener Innenstadt – vom Stadtteil Göss bis in die Gassen rund um den Hauptplatz. Mit rund 300 bis 350 Ausstellern gilt er als der längste Kirtag Österreichs, eine Marktstraße, für deren Ablauf man gut und gerne einen ganzen Tag braucht.

Das Angebot ist klassisch und bodenständig. An den Ständen reihen sich Kleidung und Trachten, geflochtene Körbe, Küchenzubehör und Haushaltswaren, Topfen und Käse von Bauern aus der Region, Süßigkeiten, gebrannte Mandeln und Kinderspielzeug. Dazwischen warten unzählige Schmankerlstände mit steirischen Spezialitäten. Es ist ein Markt zum Schlendern, Schauen und Verkosten, wie es ihn in dieser Dichte nur noch selten gibt – ein Stück gelebtes Brauchtum, das jedes Jahr aufs Neue Zehntausende anzieht.

Für viele ist der Gang über die volle Marktstraße selbst das Erlebnis: Man trifft Bekannte, bleibt an einem Stand hängen, probiert da einen Topfen und dort ein Glas Most, lässt sich von der Blasmusik treiben und arbeitet sich Schritt für Schritt durch die vier Kilometer. Anders als in einem Einkaufszentrum hat hier alles seine Zeit – der Kirtag ist Entschleunigung im besten Sinn, auch wenn am Abend ordentlich gefeiert wird. Genau diese Mischung aus Gemütlichkeit und Trubel zieht Stammgäste an, die seit Jahrzehnten kommen, ebenso wie Neugierige, die zum ersten Mal da sind.

Tagesablauf und Bieranstich

Der Kirtag beginnt traditionell früh. Schon am Vormittag, gegen 9 Uhr, wird er offiziell eröffnet – mit dem ersten Bieranstich auf der Bühne im Stadtteil Göss, dort, wo die Brauerei steht. Ein weiterer Bieranstich folgt im Bereich Hauptplatz, und an der Bühne bei der Kreuzung Nagelschmiedgasse wird ebenfalls angezapft, ehe das volksmusikalische Programm losgeht. Wenn das erste Fass sticht und der Schaum überläuft, ist der Kirtag eröffnet.

Auf zwei Bühnen läuft danach den ganzen Tag ein buntes Programm aus Blasmusik, Volksmusik und Unterhaltung. Durch die Stunden führten in den vergangenen Jahren bekannte Moderatoren wie Harry Prünster und Peter Rieser. Wer das Spektakel in Ruhe erleben will, kommt am besten am Vormittag, bevor sich die Marktstraße am Nachmittag richtig füllt. Die genauen Uhrzeiten und das Bühnenprogramm für 2026 veröffentlichen die Veranstalter auf der offiziellen Festival-Seite.

Bis in den späten Nachmittag und Abend bleibt die Marktstraße belebt. Während die Stände nach und nach schließen, verlagert sich das Geschehen in die Bierzelte und auf die Bühnen, wo die Musik weiterläuft. Wer den ganzen Bogen erleben will – vom ruhigen Vormittagsmarkt über das geschäftige Treiben am Nachmittag bis zur Festzeltstimmung am Abend -, hält sich am besten den ganzen Tag frei.

Programm, Fahrgeschäfte und Kulinarik

Der Gösser Kirtag ist mehr als ein Markt – er ist ein Volksfest für alle Generationen. Neben den Verkaufsständen gehören Fahrgeschäfte und ein Vergnügungspark dazu, von Karussells und Kinderbahnen bis zu den schnelleren Geräten für die Mutigen. Für Familien mit Kindern ist der Tag damit ebenso interessant wie für alle, die das Standlhupfen und ein kühles Bier schätzen.

Kulinarisch ist der Kirtag ein Querschnitt durch die steirische Küche und die Klassiker des Volksfests: Bratwürstel und Steckerlfisch, Brathendl, Langos und Bauernkrapfen, dazu Süßes von gebrannten Mandeln bis zur Zuckerwatte. Und natürlich das Bier, das dem Fest seinen Namen gibt – das Gösser aus der nahen Brauerei, das hier so frisch und so reichlich fließt wie nirgends sonst. Die Mischung aus Markt, Musik, Rummel und Wirtshausstimmung macht den besonderen Reiz aus.

Wenn am Nachmittag die Marktstraße am vollsten ist und am Abend die Bühnen und Bierzelte übernehmen, kippt die Stimmung vom gemütlichen Marktbummel ins Feiern. In den Zelten spielt die Musik bis in den Abend, an den Ständen wird angestoßen, und die ganze Stadt ist ein einziges Fest. Für viele Leobenerinnen und Leobener ist der Kirtagstag deshalb fast wie ein Feiertag – ein Tag, an dem man sich trifft, anstößt und das Brauchtum hochleben lässt, ehe der Herbst endgültig Einzug hält.

Die Brauerei Göss

Ohne die Brauerei gäbe es den Gösser Kirtag nicht – sie gibt ihm den Namen und seit Generationen das Bier. Die Brauerei zu Göss im gleichnamigen Leobener Stadtteil ist eine der traditionsreichsten Großbrauereien Österreichs, und ihre Geschichte ist eng mit einem Kloster verbunden.

Schon um das Jahr 1000 stiftete die Gräfin Adala an der Mur das Stift Göss, ein Nonnenstift, in dem die Klosterfrauen Bier brauten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde eine Brauerei in Göss im Jahr 1459, durch einen im Nonnenstift ansässigen Bierbrauer namens Lenhart Newmaister. Die moderne Geschichte begann 1860: Der damals erst 28-jährige Braumeister Max Kober erwarb Teile des aufgelassenen Klosters und reaktivierte die Brauerei in den alten Stiftsgebäuden. Aus dieser Klosterbrauerei wurde im Lauf der Zeit die Marke Gösser – heute eines der bekanntesten Biere des Landes.

Die Brauerei Göss gehört inzwischen zur Brau Union Österreich, die seit 2003 Teil des niederländischen Heineken-Konzerns ist. Trotz des Großkonzerns im Rücken ist Gösser eng mit Leoben und der Steiermark verwurzelt geblieben – nicht zuletzt durch den Kirtag, der das Bier und seine Heimatstadt einmal im Jahr ins Zentrum rückt.

Das Stift Göss: wo alles begann

Der Ursprung von Brauerei und Kirtag liegt im Stift Göss, einem ehemaligen Kloster der Benediktinerinnen am Ufer der Mur. Es wurde um das Jahr 1000 gegründet und ist das älteste Stift der Steiermark; mit seiner ersten urkundlichen Nennung am 1. Mai 1020 tritt es ins Licht der Geschichte. Angelegt wurde es als Witwensitz der Stifterin Adala, deren Tochter Kunigunde als erste Äbtissin dem Konvent vorstand. Über Jahrhunderte prägten die Gösser Ordensfrauen die Kultur und Kunst dieses Ortes, ehe das Stift 1782 im Zuge der josephinischen Reformen aufgehoben wurde.

Bis heute ist Göss einen Besuch wert. Sehenswert sind die romanische Krypta und die gotische ehemalige Stiftskirche mit ihrer freskengezierten Bischofskapelle – Zeugnisse einer fast tausendjährigen Geschichte. Und genau hier, in den Mauern des alten Klosters, wurde der Grundstein der heutigen Gösser Brauerei gelegt; rund um das Stift ist die Brauerei bis heute angesiedelt. Wer den Kirtag besucht, kann den Weg an seinen Ursprung also leicht mitgehen.

Tiefer in die Bierkultur eintauchen kann man im Gösseum, der interaktiven Erlebniswelt der Brauerei im ehemaligen Gösser Braumuseum. Bei einer Führung durch die ehrwürdigen Gemäuer erfährt man, wie aus Wasser, Gerste und Hopfen Bier wird – der Abschluss besteht traditionell aus einem frisch gezapften Gösser samt Bierbreze. Die Teilnahme ist ausschließlich ab 16 Jahren möglich. Für alle, die der Kirtag neugierig gemacht hat, ist das eine schöne Ergänzung an einem anderen Tag.

Die grüne Brauerei

Gösser ist heute weit über das Bier hinaus bekannt – nämlich als eine der nachhaltigsten Brauereien überhaupt. In Sachen Umwelt nimmt die Brauerei Göss nicht nur in der Brau Union, sondern im gesamten Heineken-Konzern eine Vorreiterrolle ein. Seit 2015 ersetzt eine eigene Biertrebervergärungsanlage das fossile Erdgas: Aus den Rückständen des Brauprozesses, dem Treber, wird Biogas gewonnen, das die Brauerei mit Energie versorgt.

Auch sonst setzt Gösser konsequent auf heimische Naturprodukte und erneuerbare Energie. Das Brauwasser stammt aus einem eigenen Quellschutzgebiet, die Braugerste aus dem Osten Österreichs und der Hopfen aus dem südsteirischen Leutschach. Damit ist die Brauerei zu einem Vorzeigeprojekt geworden, das zeigt, wie sich eine industrielle Bierproduktion und Klimaschutz verbinden lassen. Wer beim Kirtag ein Gösser trinkt, hat also ein Bier im Glas, dessen Geschichte vom mittelalterlichen Nonnenstift bis zur grünen Brauerei des 21. Jahrhunderts reicht.

Für Leoben und die Steiermark ist diese Vorreiterrolle auch ein Imagegewinn: Gösser steht heute nicht mehr nur für ein traditionsreiches Bier, sondern für die Idee, dass sich Tradition und Klimaschutz nicht ausschließen. Beim Kirtag bekommt dieses moderne Selbstverständnis seine volkstümliche Bühne – das jahrhundertealte Fest und die zukunftsorientierte Brauerei gehören untrennbar zusammen.

Anreise und Parken

Weil am Kirtagstag Zehntausende nach Leoben strömen und große Teile der Innenstadt zur Marktzone werden, ist die Anreise mit der Bahn klar die entspannteste Variante. Der Leoben Hauptbahnhof ist ein wichtiger Knotenpunkt im steirischen Fern- und Nahverkehr; von dort erreichen Sie die Innenstadt in rund zehn Gehminuten oder in wenigen Minuten mit Bus oder Taxi. Wer aus Graz, Bruck an der Mur oder dem Mürztal kommt, ist mit dem Zug oft schneller und sicher stressfreier als mit dem Auto.

Aus Graz erreichen Sie Leoben mit Regional- und Schnellzügen in rund einer Stunde, aus dem Mürztal und dem Aichfeld noch schneller. Weil der Kirtag ein klassischer Tagesausflug ist, zu dem viele ohnehin gemeinsam anreisen, ist die Bahn auch die geselligere Variante – und um den einen oder anderen Krug Gösser muss man sich dann keine Gedanken machen.

Mit dem Auto erreichen Sie Leoben über die A9 Pyhrn Autobahn und die S6 Semmering Schnellstraße. In der Innenstadt gibt es mit der blauen und der grünen Zone zwei gebührenpflichtige Parkzonen sowie mehrere Parkgaragen, darunter die Garage im Einkaufszentrum LCS, das Parkdeck beim Asia Spa und die Tiefgarage am Hauptplatz. An einem so frequentierten Tag sind die zentralen Stellplätze allerdings früh belegt – planen Sie genug Zeit ein oder weichen Sie auf das Parkdeck beim Bahnhof aus. In der Vergangenheit haben die Stadtwerke Leoben am Kirtagstag den öffentlichen Verkehr vergünstigt, etwa indem die Stundenkarte als Tageskarte galt; ob es 2026 wieder eine solche Aktion gibt, kündigen die Stadtwerke rechtzeitig an.

Eintritt und Praktisches

Der Gösser Kirtag findet auf öffentlichen Straßen und Plätzen statt und ist frei zugänglich – einen Eintritt für den Markt selbst gibt es nicht. Bezahlt wird nur, was man konsumiert oder kauft, sowie gegebenenfalls die Fahrgeschäfte.

Ein paar Hinweise für den Tag:

  • Werktag beachten: Der Kirtag ist ein Donnerstag. Wer ihn in Ruhe genießen will, nimmt sich am besten frei oder kommt am Vormittag, bevor der große Andrang einsetzt.
  • Auf Herbstwetter einstellen: Anfang Oktober kann es sonnig und mild, aber auch kühl und nass sein. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk für die langen Wege schaden nie.
  • Bargeld mitnehmen: Viele Marktstände und Imbisse rechnen bar ab – eine Mischung aus Karte und Bargeld ist praktisch.
  • Mit Kindern: Der Vergnügungspark und die vielen Stände machen den Kirtag familienfreundlich; ein fixer Treffpunkt im Gewühl hilft, falls man sich verliert.

Ein Wirtschaftsfaktor für die Obersteiermark

Mit rund 35.000 Besuchern an einem einzigen Tag ist der Gösser Kirtag weit mehr als ein gemütliches Volksfest – er ist ein bedeutender Wirtschafts- und Imagefaktor für Leoben und die ganze Region. Leoben ist mit Montanuniversität, Industrie und dem nahen Erzberg die zweitgrößte Stadt der Steiermark und ein Zentrum der Obersteiermark. Der Kirtag bringt einmal im Jahr ein Publikum in die Stadt, das Handel, Gastronomie und Beherbergung spürbar ankurbelt.

Die Aussteller, Schausteller und Wirte machen an diesem Tag einen großen Teil ihres Jahresumsatzes, Hotels und Gasthäuser sind gut gefüllt, und die Stadt präsentiert sich als lebendiges Zentrum mit Tradition. Ähnlich wie die großen Sportereignisse im Murtal oder die Festivals in Graz wirkt der Kirtag als Anziehungspunkt, der die Region über den Tag hinaus bekannt macht – ein Effekt, den wir auch beim Wirtschaftsfaktor Formel 1 in Spielberg und bei der Styriarte in Graz beschrieben haben. Dass ein Markt seit fast zwei Jahrhunderten Jahr für Jahr Zehntausende anzieht, ist dabei selbst das beste Marketing für den Standort.

Die Brauerei Göss selbst ist einer der wichtigen Arbeitgeber der Region und ein Stück industrielles Erbe, das bis heute lebendig ist. Wenn am Kirtagstag das eigene Bier in der eigenen Stadt gefeiert wird, schließt sich ein Kreis aus Geschichte, Wirtschaft und Brauchtum, wie ihn nur wenige Orte zu bieten haben – und genau diese Verbindung aus Tradition und Standortstolz macht den Gösser Kirtag zu mehr als einem bloßen Jahrmarkt.

Leoben entdecken: rund um den Kirtag

Wer schon in Leoben ist, sollte sich Zeit für die Stadt nehmen. Mit rund 30.000 Einwohnern ist Leoben die zweitgrößte Stadt der Steiermark, geprägt durch die Montanuniversität, die Industrie und den nahen Erzberg – eine Montanstadt, in der sich Tradition und Moderne mischen. Der sehenswerte Hauptplatz versammelt den Bergmannsbrunnen, die Pestsäule, den Engelsbrunnen, das Alte Rathaus und das Hacklhaus mit seiner prächtigen barocken Stuckfassade.

Vom Schwammerlturm, dem charakteristischen Mauttorturm mit Aussichtsplattform, überblickt man die ganze Stadt. Das MuseumsCenter erzählt die Montangeschichte der Region, die gotische Stadtpfarrkirche und das Stadttheater laden zum Bummeln ein. Und wer Entspannung sucht, findet sie im Asia Spa, das mehrfach als bestes öffentliches Bad Europas ausgezeichnet wurde. Der Kirtag lässt sich damit bestens zu einem ganzen Tag oder einem Wochenende in der Obersteiermark ausbauen – Markt am Donnerstag, Sightseeing und Brauereibesuch drumherum.

Tipps für den Besuch

  • Mit der Bahn anreisen: spart Parkplatzsuche und Stau, der Hauptbahnhof liegt nur zehn Minuten von der Marktstraße entfernt.
  • Früh kommen: Der Vormittag rund um den Bieranstich ist stimmungsvoll und noch nicht überlaufen.
  • Zeit mitbringen: Vier Kilometer Marktstraße lassen sich nicht in einer Stunde abgehen – planen Sie den halben Tag ein.
  • Regional einkaufen: Topfen, Käse und Handwerk von Ausstellern aus der Umgebung sind das, was den Kirtag von einem beliebigen Rummel unterscheidet.
  • Den Stadtteil Göss ansehen: Wer schon da ist, wirft einen Blick auf das historische Stift Göss und die Brauerei – dort hat alles begonnen.
  • Wochenende daraus machen: Markt am Donnerstag, dazu Asia Spa, Hauptplatz und eine Brauereiführung – so wird aus dem Kirtag ein kleiner Obersteiermark-Trip.
  • Öffi-Aktionen prüfen: Ob die Stadtwerke 2026 wieder vergünstigte Tickets anbieten, lohnt einen kurzen Blick vor der Anreise.

Unterm Strich ist der Gösser Kirtag eines jener Feste, die man einmal erlebt haben sollte: ein ganzer Tag voller Markt, Musik, Bier und Begegnung, getragen von einer Tradition, die seit fast zwei Jahrhunderten lebendig ist. Wer den 8. Oktober 2026 im Kalender markiert, früh mit der Bahn anreist und genug Zeit für die vier Kilometer Marktstraße mitbringt, holt das Beste aus dem längsten Kirtag Österreichs heraus – und lernt nebenbei eine der spannendsten Kloster- und Industriegeschichten der Steiermark kennen, von den Nonnen des Stiftes Göss bis zur grünen Brauerei von heute.

Häufige Fragen zum Gösser Kirtag

Wann ist der Gösser Kirtag 2026?
Am Donnerstag, 8. Oktober 2026. Der Kirtag findet traditionell immer am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im Oktober statt.

Was kostet der Eintritt?
Der Markt ist frei zugänglich, einen Eintritt gibt es nicht. Bezahlt wird nur, was man isst, trinkt, kauft oder an Fahrgeschäften nutzt.

Warum heißt er der längste Kirtag Österreichs?
Weil sich die Marktstraße über mehr als vier Kilometer durch die Leobener Innenstadt zieht, mit rund 300 bis 350 Ausstellern – das gilt als längster Kirtag des Landes.

Wie komme ich am besten hin?
Mit der Bahn zum Leoben Hauptbahnhof, von dort sind es zehn Gehminuten in die Innenstadt. Mit dem Auto über die A9; Parkgaragen gibt es in der Innenstadt, sie sind aber früh voll.

Was hat die Brauerei Göss mit dem Kirtag zu tun?
Der Kirtag ist nach dem Leobener Stadtteil Göss und seiner Brauerei benannt. Aus der mittelalterlichen Klosterbrauerei im Stift Göss wurde die Marke Gösser, deren Bier dem Fest seinen Namen gibt.

Wie viele Besucher kommen?
Jährlich rund 35.000, aus der ganzen Steiermark, den übrigen Bundesländern und dem Ausland.

Kann man die Brauerei Göss besichtigen?
Ja, im Gösseum, der Erlebniswelt der Brauerei, mit Führungen durch das ehemalige Braumuseum. Die Teilnahme ist ab 16 Jahren möglich, zum Abschluss gibt es ein frisch gezapftes Gösser mit Bierbreze.

Was kann man in Leoben sonst noch unternehmen?
Der Hauptplatz mit seinen Brunnen, der Schwammerlturm mit Aussicht, das MuseumsCenter, das historische Stift Göss und das mehrfach ausgezeichnete Asia Spa – der Kirtag lässt sich gut mit einem Stadtbesuch verbinden.

Quellen

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