Die Landesstelle Steiermark der BVAEB sitzt am Grieskai 106 in 8020 Graz. Für Versicherte im öffentlichen Dienst ist der Standort heuer aus einem besonderen Grund wichtig: Seit 1. Juni 2026 hat sich der Behandlungsbeitrag verdoppelt – von 10 auf 20 Prozent.
| Angabe | Detail |
|---|---|
| Adresse | Grieskai 106, 8020 Graz |
| Vor-Ort-Service | Mo-Do 08:00-14:00, Fr 08:00-13:00 |
| Telefonisch erreichbar | Mo-Do 07:00-16:00, Fr 07:00-14:00 |
| Telefon | 050405-25700 |
| lst.steiermark@bvaeb.at |
Auffällig ist die Spreizung zwischen Schalter und Telefon: Telefonisch ist die Landesstelle jeden Tag zwei Stunden früher erreichbar als das Vor-Ort-Service und bleibt am Nachmittag deutlich länger besetzt. Wer eine Frage klären oder eine Bewilligung veranlassen will, greift also besser zum Telefon – der Schalter schließt bereits um 14:00 Uhr, freitags um 13:00 Uhr. Angaben mit Stand Juli 2026.
Direktwahl zum richtigen Fachbereich
Die BVAEB veröffentlicht für die Landesstelle Steiermark Durchwahlen je Fachbereich, was den Weg über die Hauptnummer erspart:
- Allgemeine Verwaltung: 050405-25001
- Behandlungsbeitrag und Zusatzbeitrag: 050405-25700
- Verrechnung: 050405-25401
- Leistungsauskunft und Bewilligungen: 050405-25700
- Case Management: 050405-25550 oder -25551
- Direktionsärztlicher Dienst: 050405-25562
- Kostenerstattung: 050405-25700
Geleitet wird die Landesstelle von Direktorin Mag.a Dr.in Ulrike Lederhaas.
Zwei Grazer Adressen – welche gilt?
Hier lohnt Genauigkeit, weil online zwei Adressen kursieren. Verzeichnisse führen zusätzlich eine „BVAEB Geschäftsstelle Graz“ in der Lessingstraße 20, mit dem Hinweis, dass eine persönliche Vorsprache nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich ist. In der offiziellen Übersicht ihrer Kundenservicestellen nennt die BVAEB für die Steiermark hingegen ausschließlich den Grieskai 106.
Praktisch heißt das: Für ein Anliegen ohne Termin ist der Grieskai die richtige Adresse. Wer eine Einladung oder Terminbestätigung mit der Lessingstraße bekommt, fährt natürlich dorthin – im Zweifel klärt ein Anruf unter 050405-25700, welcher Standort zuständig ist. Das ist keine Kleinigkeit, weil die beiden Adressen quer über die Stadt verteilt liegen.
Behandlungsbeitrag ab Juni 2026: von 10 auf 20 Prozent
Die wichtigste Änderung des Jahres betrifft alle BVAEB-Versicherten. Mit Wirksamkeit ab 1. Juni 2026 wurde der Behandlungsbeitrag von 10 auf 20 Prozent angehoben. Die BVAEB begründet den Schritt mit Budgetengpässen infolge des demografischen Wandels und des medizinischen Fortschritts.
Was das konkret bedeutet, zeigen die von der Anstalt selbst genannten Beispiele:
| Leistung | bisher | seit 1.6.2026 |
|---|---|---|
| Erste Ordination Allgemeinmedizin | 2,71 Euro | 5,43 Euro |
| Physiotherapie, 30 Minuten | 3,80 Euro | 7,60 Euro |
| Wurzelbehandlung, einkanalig | 10,76 Euro | 21,51 Euro |
Kinder sind vom Behandlungsbeitrag ausgenommen. Für Versicherte und Familien mit geringem Einkommen bleibt die Möglichkeit einer Befreiung beziehungsweise Nachsicht bestehen – beides läuft über die Landesstelle, Fachbereich Behandlungsbeitrag. Wer regelmäßig Therapien in Anspruch nimmt, sollte diese Befreiung prüfen, weil sich die Verdoppelung über ein Jahr gerechnet deutlich summiert.
Der Josefhof: die BVAEB-Gesundheitseinrichtung in Graz
Die BVAEB ist in Graz nicht nur Verwaltung. Am Haideggerweg 38 in 8044 Graz-Mariatrost betreibt sie die Gesundheitseinrichtung Josefhof, ihr Kompetenzzentrum für Gesundheitsvorsorge. Erreichbar ist das Haus unter +43 50 40587001 beziehungsweise ge.josefhof@bvaeb.at, die Anfahrt läuft über die Abfahrt Gratkorn-Süd/Graz-Andritz und dann Richtung Mariatrost.
Zwei Programmschienen prägen das Angebot: zweiwöchige Aufenthalte zu körperlicher und geistiger Gesundheit für Menschen ab 60 sowie ein dreiwöchiges Programm zur Rauchentwöhnung („Rauchfrei in 20 Tagen“) für stark nikotinabhängige Personen. Wichtig für die Erwartungshaltung: Der Josefhof versteht sich ausdrücklich nicht als Kurhaus. Die Aufenthalte haben aktive Inhalte, passive Therapien wie Fangopackungen oder Massagen sind nicht Teil des Programms.
Mitversicherung: 3,4 Prozent Zusatzbeitrag
Ein Punkt, der bei der BVAEB regelmäßig für Rückfragen sorgt, ist die Mitversicherung von Angehörigen. Sie ist in den meisten Fällen kostenlos, für bestimmte Angehörige fällt aber ein Zusatzbeitrag von 3,4 Prozent der monatlichen Beitragsgrundlage an – also von Gehalt, Pension oder sonstigem Einkommen samt Sonderzahlungen. Zahlungspflichtig ist in jedem Fall die versicherte Person selbst, nicht der oder die Angehörige.
Ausgenommen sind mitversicherte Kinder samt Adoptiv-, Stief- und Pflegekindern sowie Enkelkindern. Ebenfalls kein Zusatzbeitrag fällt an, wenn soziale Härte vorliegt – das ist insbesondere dann der Fall, wenn das monatliche Nettoeinkommen der versicherten Person den Ausgleichszulagenrichtsatz für Paare nicht übersteigt.
Für Dienstgeber im öffentlichen Bereich läuft die Beitragsabrechnung im Selbstabrechnerverfahren: Die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung ist bis zum 15. des Folgemonats an den zuständigen Krankenversicherungsträger zu übermitteln – bei BVAEB-Versicherten also nicht an die ÖGK, sondern an die BVAEB.
Wer bei der BVAEB versichert ist
Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau betreut österreichweit rund 1,2 Millionen Anspruchsberechtigte und ist gleichzeitig Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungsträger. Entstanden ist sie mit 1. Jänner 2020 durch die Zusammenführung der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) und der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB); die Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe wurde eingegliedert.
Versichert sind damit Beamte und öffentlich Bedienstete von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Beschäftigte bei Eisenbahnen und im Bergbau. Für alle anderen Dienstnehmer ist die ÖGK zuständig, für Pensionsangelegenheiten von ASVG-Versicherten die PVA. Für steirische Dienstgeber im öffentlichen Bereich bedeutet das eine getrennte Abrechnungsschiene: Meldungen und Beiträge laufen nicht über die ÖGK, sondern über die BVAEB.
Häufige Fragen zur BVAEB in Graz
Wo ist die BVAEB in Graz?
Die Landesstelle Steiermark liegt am Grieskai 106 in 8020 Graz. Verzeichnisse führen zusätzlich eine Geschäftsstelle in der Lessingstraße 20, offiziell wird für die Steiermark aber der Grieskai genannt.
Wann hat die BVAEB Graz offen?
Das Vor-Ort-Service Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 14:00 Uhr und Freitag von 08:00 bis 13:00 Uhr. Telefonisch ist die Landesstelle Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 16:00 Uhr und Freitag bis 14:00 Uhr erreichbar.
Wie hoch ist der Behandlungsbeitrag der BVAEB?
Seit 1. Juni 2026 beträgt er 20 Prozent, davor waren es 10 Prozent. Kinder sind ausgenommen, bei geringem Einkommen ist eine Befreiung möglich.
Was ist der Josefhof in Graz?
Die Gesundheitseinrichtung der BVAEB am Haideggerweg 38 in Graz-Mariatrost, Kompetenzzentrum für Gesundheitsvorsorge mit zweiwöchigen Programmen ab 60 Jahren und einem dreiwöchigen Rauchfrei-Programm. Kein Kurhaus – die Aufenthalte sind aktiv gestaltet.
Was kostet die Mitversicherung von Angehörigen?
Für bestimmte Angehörige 3,4 Prozent der monatlichen Beitragsgrundlage. Kinder, Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder sowie Enkelkinder sind beitragsfrei, ebenso Fälle sozialer Härte.
Wer ist bei der BVAEB versichert?
Öffentlich Bedienstete von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Beschäftigte bei Eisenbahnen und im Bergbau – österreichweit rund 1,2 Millionen Anspruchsberechtigte.
Angaben nach Auskunft der BVAEB, Stand Juli 2026. Quellen: BVAEB zur Landesstelle Steiermark, Übersicht der BVAEB-Kundenservicestellen und BVAEB zur Anpassung des Behandlungsbeitrages ab 1.6.2026.