Als eine der kleinsten Universitäten Österreichs bietet die Montanuniversität Leoben ihren rund 3.000 Studierenden eine hervorragende Ausstattung und optimale Betreuung durch die Lehrenden. Der Fokus auf Circular Engineering – ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft von den Rohstoffen bis zum Recycling – macht sie zur führenden Adresse für nachhaltige Technologien. Die einzigartige Spezialisierung unterscheidet sie von allen anderen österreichischen Universitäten.
Versetz‘ Berge – Die Universität mit Zukunftsfokus
An der Montanuniversität Leoben forschen, lehren und studieren Menschen, um innovative Lösungen für globale Herausforderungen zu entwickeln. Der zukunftsweisende Ansatz rund um Circular Engineering schafft ressourcenschonende Produkte und Prozesse nach dem Kreislaufprinzip. Bei der MUL werden mutige Visionen zu nachhaltigen Innovationen – und Studierende zu Schlüsselfiguren in Industrie, Forschung und Wirtschaft.
Das Studienangebot gliedert sich in drei technologische Kernbereiche: Advanced Resources (Wissen über Rohstoffe und deren ressourcenschonende Gewinnung), Smart Materials (innovative Werkstoffe und deren Verarbeitung) und Sustainable Processes (nachhaltige Produktions- und Fertigungsprozesse). Diese Struktur orientiert sich am kompletten Wertschöpfungskreislauf und bildet damit die gesamte Rohstoff-Wertschöpfungskette ab.
2025 erfolgte ein umfassendes Rebranding mit dem neuen Slogan Versetz‘ Berge. Die Kampagne unterstreicht den Anspruch der Universität, Grenzen zu überwinden und Unmögliches möglich zu machen. Die Montanuniversität positioniert sich damit klar als Ausbildungsstätte für die Ingenieure der Zukunft, die komplexe Probleme lösen und die Welt verändern wollen.
Überschaubar und persönlich
Massenuniversität ist in Leoben ein Fremdwort. Der intensive Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden ermöglicht es, Probleme schnell und erfolgreich zu lösen. Die weltweit renommierte Universität bietet eine einzigartige Studienausrichtung mit starker Praxisnähe, die Absolventen bestens auf erfolgreiche Karrieren vorbereitet. Das Betreuungsverhältnis von Studierenden zu Professoren ist eines der besten in Österreich.
Die überschaubare Größe hat weitere Vorteile: Studierende kennen sich untereinander, es entstehen lebenslange Netzwerke und der Austausch zwischen den Disziplinen funktioniert reibungslos. Die Montanuniversität ist mehr als eine Bildungseinrichtung – sie ist eine Gemeinschaft, die ihre Mitglieder vom ersten bis zum letzten Tag des Studiums und darüber hinaus begleitet.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Studierende | ca. 3.000 |
| Bachelorstudien | 13 |
| Masterstudiengänge | 27 |
| Forschungsprojekte | ca. 500 |
| Studienbeitrag EU-Bürger | 363,36 Euro/Semester |
13 innovative Bachelorstudien
Das Bachelorstudium an der Montanuniversität sieht 7 Semester vor (210 ECTS inklusive verpflichtender Praxis) und führt zur Abschlussbezeichnung Bachelor of Science. Das Studienangebot wurde 2022 überarbeitet, mit Stand Wintersemester 2024/2025 gibt es 13 Bachelorstudien in vier Bereichen. Die verpflichtende Praxis stellt sicher, dass Studierende bereits während des Studiums Berufserfahrung sammeln.
Die Studienbereiche im Überblick:
- Advanced Resources: Rohstoffingenieurwesen, Angewandte Geowissenschaften, Petroleum Engineering
- Smart Materials: Werkstoffwissenschaft, Kunststofftechnik, Metallurgie
- Sustainable Processes: Industrielle Umweltschutz- und Verfahrenstechnik, Montanmaschinenbau, Industrielle Energietechnik
- Responsible Consumption: Recyclingtechnik, Industrielogistik
Die Masterstudien dauern vier Semester (120 ECTS) und schließen mit dem Titel MSc oder Diplomingenieur ab – international anerkannt als Master of Science. Die Masterarbeit wird häufig in Kooperation mit Industriepartnern erstellt, was den Berufseinstieg erleichtert und wertvolle Kontakte schafft. 27 Masterstudiengänge in Deutsch und Englisch stehen zur Auswahl.
Forschung auf höchstem Niveau
Die Montanuniversität pflegt intensive Kontakte zur internationalen Scientific Community. Zwei bedeutende Kompetenzzentren sind an der MUL angesiedelt: das Materials Center Leoben und das Polymer Competence Center Leoben. Beide betreiben anwendungsorientierte Forschung in enger Kooperation mit der Industrie und genießen internationales Ansehen.
Das Resources Innovation Center Leoben bündelt universitätsinterne Aktivitäten zu Nachhaltigkeit und Rohstoffinnovation. Kernthemen betreffen die gesamte Wertschöpfungskette von der Gewinnung über die Verarbeitung bis zum Recycling von Rohstoffen. Seit 1991 sind durchgehend Christian-Doppler-Labors an der MUL eingerichtet – aktuell acht an der Zahl. Diese Forschungseinrichtungen mit definierter Laufzeit betreiben in Kooperation mit Industriepartnern anwendungsorientierte Grundlagenforschung.
Das Österreichische Gießereiinstitut (ÖGI) betreibt grundlagen- sowie anwendungsorientierte Gießereiforschung, wobei der Lehrstuhl für Gießereikunde ein zentrales Bindeglied zur Montanuniversität bildet. Der Forschungs- und Innovationsservice fungiert als zentrale Anlaufstelle für Wissenschaftler der MUL sowie Kooperationspartner aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Gesellschaft.
Exzellente Karriereperspektiven
Absolventen der Montanuniversität können signifikant höhere Gehälter erwarten als der Durchschnitt der Ingenieurwissenschaften. Die enge Verbindung zur Industrie – insbesondere zu Unternehmen wie voestalpine mit dem Hightech-Stahlwerk in Kapfenberg oder anderen Leitbetrieben der Obersteiermark – garantiert exzellente Berufsperspektiven. Die Beschäftigungsquote liegt bei nahezu 100 Prozent.
Die umfassenden Förderungsmöglichkeiten von Masterarbeiten durch Industrie und Wirtschaft sowie das optimale Betreuungsverhältnis von Studierenden zu Professoren schaffen beste Voraussetzungen für den Karrierestart. Viele Absolventen finden ihre erste Anstellung bereits während oder direkt nach dem Studium bei steirischen Leitbetrieben. Die Alumni der MUL sind in Führungspositionen weltweit zu finden.
Neues Studienzentrum
Von 2019 bis 2021 wurde ein neues Studienzentrum um rund 31 Millionen Euro errichtet. Auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern entstanden drei große Hörsäle für 450, 300 und 200 Hörer sowie moderne Lern- und Projektzonen. Das neobarocke Hauptgebäude der Montanuni stammt aus dem Jahr 1910 und wurde 2009 nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wiedereröffnet.
Die moderne Infrastruktur kombiniert historisches Ambiente mit zeitgemäßer Technik. Studierende profitieren von bestens ausgestatteten Labors, Bibliotheken und Arbeitsräumen. Die Investitionen der letzten Jahre haben die Attraktivität des Standorts weiter gesteigert und machen die MUL zu einer der modernsten technischen Universitäten Österreichs.
| Termin Studienjahr 2025/2026 | Datum |
|---|---|
| Wintersemester | 1. Oktober 2025 – 28. Februar 2026 |
| Sommersemester | 1. März 2026 – 30. September 2026 |
| Zulassungsfrist WS | 13. Juni – 5. September 2025 |
| Info-Tage 2026 | 26. März 2026 |
Studierendenleben in Leoben
Die Montanuniversität bietet mehr als nur Studium. Die ÖH Leoben organisiert zahlreiche Veranstaltungen und Services für Studierende. Der comMULity Blog gibt Einblicke ins Studierendenleben und informiert über aktuelle Entwicklungen. Die überschaubare Größe der Stadt ermöglicht kurze Wege und ein persönliches Miteinander – vom ersten bis zum letzten Tag des Studiums.
Die Lebenshaltungskosten in Leoben sind deutlich niedriger als in Wien oder Graz. Günstige Wohnungen, erschwingliche Gastronomie und die Nähe zur Natur machen das Studium hier besonders attraktiv. Die Stadt bietet alle notwendigen Einrichtungen, ohne die Ablenkungen einer Großstadt. Viele Studierende schätzen diese fokussierte Atmosphäre.
Besondere Angebote für Studieninteressierte umfassen individuelle Studienberatung schon vor der Matura, CampDays, Info-Tage und Virtual Open Days. Das Study Support Center (SSC) steht für alle Fragen zur Zulassung und zum Studienalltag zur Verfügung. Die Beratung ist persönlich, kompetent und unkompliziert.
Rudolf-Streicher-Wissenschaftspreis
2025 wurde an der Montanuniversität der von Rudolf Streicher gestiftete und mit 20.000 Euro jährlich dotierte Rudolf-Streicher-Wissenschaftspreis ins Leben gerufen. Die Auszeichnung würdigt herausragende wissenschaftliche Leistungen und unterstreicht die Bedeutung der Forschung an der MUL. Der Preis setzt ein wichtiges Signal für die Wertschätzung exzellenter Forschungsarbeit.
Die Montanuniversität ist Teil des steirischen Innovationsökosystems und eng mit Clustern wie dem Green Tech Valley verbunden. Absolventen gestalten aktiv die Transformation zu einer nachhaltigen, kreislauforientierten Wirtschaft mit – in der Steiermark und weltweit. Die einzigartige Spezialisierung auf Circular Engineering macht die MUL zur ersten Adresse für alle, die an der Zukunft der Ressourcenwirtschaft arbeiten wollen.
Tradition und Innovation seit 1840
Die Geschichte der Montanuniversität reicht bis ins Jahr 1840 zurück, als Erzherzog Johann die Steiermärkisch-Ständische Montanlehranstalt gründete. Damit ist sie eine der ältesten technischen Universitäten im deutschsprachigen Raum. Die Gründung erfolgte aus der Erkenntnis, dass der steirische Bergbau qualifizierte Fachkräfte benötigte. Diese enge Verbindung zur Industrie prägt die Universität bis heute.
1975 erfolgte auf Basis des Universitätsorganisationsgesetzes die Umbenennung in Montanuniversität Leoben (MUL). Ab 1955 wurden die traditionellen Studienrichtungen Bergwesen und Hüttenwesen durch weitere Fachgebiete ergänzt. Heute deckt die MUL ein breites Spektrum an technischen Disziplinen ab – von Rohstoffgewinnung über Werkstofftechnik bis zu Recycling und Umweltschutz.
Die Montanuniversität hat zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht. Absolventen und Forscher der MUL haben Innovationen entwickelt, die weltweit zum Einsatz kommen – von neuen Stahllegierungen über fortschrittliche Kunststoffe bis zu revolutionären Recyclingverfahren. Diese Erfolgsgeschichte setzt sich heute fort: Die aktuellen Forschungsprojekte zu Circular Engineering adressieren zentrale Herausforderungen unserer Zeit wie Ressourcenknappheit und Klimawandel.
2019 wurde vor dem Hauptgebäude ein Stolperstein für den ehemaligen jüdischen Studenten David Spiess verlegt – ein wichtiges Zeichen der Erinnerungskultur. Die Montanuniversität stellt sich ihrer Geschichte und verbindet Tradition mit Verantwortung für die Zukunft. Diese Kombination macht sie zu einer einzigartigen Bildungseinrichtung, die Werte ebenso vermittelt wie technisches Wissen.