Die teuersten neueren Eigentumswohnungen der Steiermark stehen nicht in Graz. Im Bezirk Liezen kostet eine nach 1991 gebaute Wohnung mit Balkon, Terrasse oder Garten im Schnitt 4.358 Euro pro Quadratmeter, in der Landeshauptstadt 3.952 Euro. Am günstigsten ist das Murtal mit 2.093 Euro. Bei Häusern liegt Graz dagegen klar vorne: 4.835 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für ein neueres Haus, gut 1.900 Euro mehr als in Leibnitz.
Die Werte stammen aus der Auswertung der Kaufverträge, die Statistik Austria am 28. Mai 2026 veröffentlicht hat. Im Bundesländervergleich bleibt die Steiermark günstig. Ein Haus kostete 2025 im Median 2.421 Euro pro Quadratmeter, eine Wohnung 2.750 Euro. Bei beiden war nur das Burgenland billiger.
Eigentumswohnungen: Liezen vor Graz
Statistik Austria unterscheidet Wohnungen nach Baujahr, Größe und danach, ob Balkon, Terrasse oder Garten dazugehören. Grundlage sind Verkäufe aus den Jahren 2021 bis 2025, ältere Kaufpreise werden auf das Niveau von 2025 hochgerechnet. Verglichen wird hier die Größenklasse von 57 bis 78 Quadratmetern mit Freifläche.
| Bezirk | Baujahr ab 1991 | Vorjahresauswertung | Veränderung | Baujahr 1961-1990 |
|---|---|---|---|---|
| Liezen | 4.358 € | 4.462 € | -2,3 % | 2.206 € |
| Graz (Stadt) | 3.952 € | 3.837 € | +3,0 % | 2.561 € |
| Graz-Umgebung | 3.293 € | 3.162 € | +4,1 % | 2.030 € |
| Hartberg-Fürstenfeld | 3.051 € | 2.866 € | +6,5 % | 1.626 € |
| Deutschlandsberg | 3.046 € | 3.042 € | +0,1 % | 1.648 € |
| Weiz | 2.999 € | 2.922 € | +2,6 % | 1.936 € |
| Murau | 2.990 € | 3.150 € | -5,1 % | 1.674 € |
| Leibnitz | 2.966 € | 2.932 € | +1,2 % | 1.705 € |
| Südoststeiermark | 2.841 € | 2.821 € | +0,7 % | 1.685 € |
| Voitsberg | 2.607 € | 2.698 € | -3,4 % | 1.391 € |
| Leoben | 2.527 € | 2.764 € | -8,6 % | 1.364 € |
| Bruck-Mürzzuschlag | 2.287 € | 2.286 € | 0,0 % | 1.317 € |
| Murtal | 2.093 € | 2.236 € | -6,4 % | 1.089 € |
Quelle: Statistik Austria, Wohnungspreise 2025 (Datenbasis 2021-2025, erstellt am 28.05.2026) und 2024 (Größenklasse dort 58 bis 78 m²). Geometrische Mittel in Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, Wohnungen mit Balkon, Terrasse oder Garten.
Liezen überholt Graz nur bei neueren Wohnungen. Bei Baujahren zwischen 1961 und 1990 liegt Graz mit 2.561 Euro wieder vorne, Liezen kommt auf 2.206 Euro. Nach Gemeinden schlüsselt Statistik Austria Wohnungspreise nicht auf. Beim Baugrund, wo diese Aufschlüsselung vorliegt, führen Altaussee und Ramsau am Dachstein das Bundesland an, noch vor Graz.
Wie stark das Baujahr zählt, zeigt der Abstand zwischen den Spalten. In Graz kostet eine nach 1991 gebaute Wohnung 54 Prozent mehr als eine aus den Jahren 1961 bis 1990, im Murtal fast doppelt so viel. Für 70 Quadratmeter neueren Baujahrs ergibt das in Graz rund 277.000 Euro, im Murtal rund 147.000 Euro. Balkon oder Terrasse machen in Graz 413 Euro pro Quadratmeter aus, ohne Freifläche liegt der Wert bei 3.539 Euro.
Der Immobilienpreisspiegel 2026 der Wirtschaftskammer, erstellt vom Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder mit dem ZT-Datenforum, trennt nach Erstbezug und gebrauchten Wohnungen. Graz steht dort bei 4.228,21 Euro im Erstbezug und 2.339,29 Euro gebraucht. Mit Zuwächsen von 2,86 und 4,06 Prozent legte Graz 2025 stärker zu als jede andere Landeshauptstadt. Am unteren Ende der Kammertabelle steht das Murtal mit 2.071,17 Euro im Erstbezug und 993,96 Euro für gebrauchte Wohnungen. Für die ganze Steiermark nennt die Kammer 2.538,67 und 1.402,08 Euro, jeweils der niedrigste Wert aller Bundesländer.
Gekauft wird wieder deutlich mehr. Laut RE/MAX-ImmoSpiegel, der alle Grundbucheintragungen auswertet, wurden 2025 in der Steiermark 6.553 Wohnungskäufe verbüchert, um 27,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Prozentuell legte nur Vorarlberg stärker zu. Beim Quadratmeterpreis liegt die Steiermark mit 2.925 Euro (plus 4,7 Prozent) im RE/MAX-Vergleich am unteren Ende, günstiger ist nur das Burgenland.
Häuser: in Graz rund 580.000 Euro für 120 Quadratmeter
Bei Häusern bildet Statistik Austria zusätzlich drei Grundstücksgrößen. Jede umfasst ein Drittel der Hausverkäufe im jeweiligen Bezirk. Ein durchschnittliches Grundstück ist deshalb in Graz 740 bis 1.060 Quadratmeter groß, in der Südoststeiermark 980 bis 1.520 Quadratmeter. Verglichen werden Häuser mit 100 bis 140 Quadratmetern Wohnfläche auf einem durchschnittlichen Grundstück.
| Bezirk | Baujahr ab 1991 | Vorjahresauswertung | Veränderung | Baujahr 1961-1990 | Durchschnittliches Grundstück |
|---|---|---|---|---|---|
| Graz (Stadt) | 4.835 € | 4.899 € | -1,3 % | 3.895 € | 740-1.060 m² |
| Graz-Umgebung | 3.903 € | 3.643 € | +7,1 % | 3.040 € | 880-1.170 m² |
| Liezen | 3.538 € | 3.563 € | -0,7 % | 2.550 € | 720-1.010 m² |
| Weiz | 3.261 € | 3.339 € | -2,3 % | 2.255 € | 840-1.190 m² |
| Murtal | 3.096 € | 2.800 € | +10,6 % | 1.836 € | 720-980 m² |
| Bruck-Mürzzuschlag | 3.084 € | 3.031 € | +1,7 % | 2.039 € | 750-1.050 m² |
| Murau | 3.045 € | 2.621 € | +16,2 % | 1.765 € | 730-1.120 m² |
| Deutschlandsberg | 3.022 € | 2.863 € | +5,6 % | 2.145 € | 950-1.390 m² |
| Hartberg-Fürstenfeld | 2.952 € | 2.872 € | +2,8 % | 1.768 € | 870-1.300 m² |
| Leibnitz | 2.902 € | 2.866 € | +1,3 % | 2.259 € | 870-1.240 m² |
| Voitsberg | 2.887 € | 2.784 € | +3,7 % | 1.899 € | 810-1.080 m² |
| Südoststeiermark | 2.813 € | 2.848 € | -1,2 % | 1.871 € | 980-1.520 m² |
| Leoben | 2.592 € | 2.593 € | 0,0 % | 1.848 € | 750-1.040 m² |
Quelle: Statistik Austria, Häuserpreise 2025 (Datenbasis 2021-2025, mit Grundstücksgrößenzuordnung) und 2024. Geometrische Mittel in Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, Häuser mit 100 bis 140 m² Wohnfläche.
Ein neueres Haus mit 120 Quadratmetern kostet damit in Graz rund 580.000 Euro, in Graz-Umgebung rund 468.000 Euro und in Leoben rund 311.000 Euro. Zwischen der Landeshauptstadt und dem günstigsten Bezirk liegen bei gleicher Größe also etwa 269.000 Euro. Liezen ist auch bei Häusern der drittteuerste Bezirk, der Abstand zu Graz fällt aber deutlich größer aus als bei Wohnungen.
Auffällig sind die Sprünge gegenüber der Vorjahresauswertung: plus 16,2 Prozent in Murau, plus 10,6 im Murtal, plus 7,1 in Graz-Umgebung. Weil beide Werte Fünfjahresfenster mit wechselnder Zusammensetzung abbilden, sind solche Ausschläge keine Jahresteuerung. Verlässlicher ist der qualitätsbereinigte Häuserpreisindex. Er zeigt für die Steiermark 2025 ein Plus von 5,6 Prozent, nach dem Burgenland (8,7 Prozent) und Kärnten (6,5 Prozent) der drittstärkste Anstieg in Österreich (Statistik Austria, Wohnen 2025). Für Reihenhäuser weist der Kammer-Preisspiegel 1.450,26 Euro pro Quadratmeter aus, auch das der niedrigste Wert aller Bundesländer.
Baugrund: Graz zwölfmal so teuer wie die Südoststeiermark
Noch größer ist das Gefälle beim Bauland. Statistik Austria weist für Graz 430,30 Euro pro Quadratmeter aus, für Graz-Umgebung 132 Euro und für Liezen 109,80 Euro. Am günstigsten sind Hartberg-Fürstenfeld mit 39,70 Euro und die Südoststeiermark mit 35,70 Euro. Der Kammer-Preisspiegel kommt auf andere Werte: 388,12 Euro in Graz, 178,43 Euro in Graz-Umgebung, 54,61 Euro in Hartberg-Fürstenfeld und 55,32 Euro in der Südoststeiermark. Den Landesschnitt beziffert die Wirtschaftskammer mit 116,88 Euro, Statistik Austria mit 90 Euro.
Welche Gemeinden am teuersten und am günstigsten sind und was beim Kauf an Steuern und Gebühren dazukommt, steht bei den Grundstückspreisen nach Bezirk und Gemeinde.
Mieten: Graz unter 10 Euro, Murtal unter 6
Beim Mieten liegen Stadt und Land näher beieinander als beim Kaufen. Für neuwertige Mietwohnungen nennt der Preisspiegel der Wirtschaftskammer in Graz 9,95 Euro pro Quadratmeter und im Murtal 5,94 Euro. Der steirische Durchschnitt liegt bei 7,41 Euro und damit am niedrigsten in Österreich. Graz war 2025 mit minus 0,5 Prozent die einzige Landeshauptstadt, in der neuwertige Mieten gesunken sind, in Innsbruck stiegen sie um 3,56 Prozent.
Ein anderes Bild liefert der Mikrozensus von Statistik Austria, der bestehende Hauptmietwohnungen einschließlich Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen abbildet. Demnach zahlten steirische Mieter 2025 im Schnitt 9,80 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten, ohne Betriebskosten 7,40 Euro. Das liegt unter dem Österreichschnitt von 10,20 Euro, aber über Niederösterreich (9,20 Euro), Oberösterreich (9,30 Euro), Kärnten (8,10 Euro) und dem Burgenland (7,70 Euro). Im Bestand ist die Steiermark damit erst das fünftgünstigste Bundesland. Für laufende Verträge gelten seit 2026 neue Mietregeln.
Preisentwicklung: Bauland auf Rekord, Wohnungen darunter
| Jahr | Häuser | Wohnungen | Baugrund |
|---|---|---|---|
| 2015 | 1.444 € | 1.994 € | 48 € |
| 2020 | 1.926 € | 2.654 € | 53 € |
| 2021 | 2.183 € | 2.849 € | 54 € |
| 2022 | 2.468 € | 3.055 € | 61 € |
| 2023 | 2.336 € | 2.749 € | 71 € |
| 2024 | 2.408 € | 2.749 € | 87 € |
| 2025 | 2.421 € | 2.750 € | 90 € |
Quelle: Statistik Austria, Pressemitteilung vom 28.05.2026 (Sonderauswertung, Steiermark). Häuser und Wohnungen als Median pro Quadratmeter Wohnfläche, Baugrund als geometrisches Mittel pro Quadratmeter Grundfläche.
Wohnungen kosteten in der Steiermark 2025 rund 10 Prozent weniger als 2022, Häuser knapp 2 Prozent weniger. Bauland hat im selben Zeitraum um fast die Hälfte zugelegt. Einen Teil davon erklärt Statistik Austria damit, dass seit der Zinswende Mitte 2022 andere Grundstücke den Besitzer wechseln als davor.
Nach den Rückgängen von 2023 zieht der steirische Immobilienmarkt wieder an, allerdings nicht in allen Segmenten gleich. Fachgruppenobmann Andreas Kern formuliert es so: „Der Markt ist zurück - aber er ist vernünftiger geworden.“ Gebrauchte Wohnungen legen laut Preisspiegel stärker zu als Neubauten, und die schwache Bautätigkeit macht das Angebot knapper. Wie stark die Fertigstellungen im Wohnbau eingebrochen sind, zeigt sich vor allem in Graz. Für die kommenden Monate erwartet die Fachgruppe bei Eigentum in Graz eine moderat positive Entwicklung, bei Mieten eher eine Seitwärtsbewegung.
Gewerbe: Betriebsgrundstücke gefragt, Geschäftslokale unter Druck
Im Gewerbebereich laufen die Segmente auseinander. Betriebsgrundstücke verteuerten sich laut Preisspiegel in der Steiermark um 3,15 Prozent und in Graz um 4,01 Prozent. Die Mieten für Geschäftslokale sanken dagegen steiermarkweit um 0,31 Prozent und in Graz um 3,91 Prozent, das größte Minus aller Landeshauptstädte. Unter Anpassungsdruck sieht Kern den stationären Handel dort, wo Frequenz, Nutzungsmix und wirtschaftliche Perspektive nicht mehr zusammenpassen. Büromieten und Handelslagen in der Landeshauptstadt: Gewerbeimmobilien in Graz.
Häufige Fragen zu Immobilienpreisen in der Steiermark
Wo sind Eigentumswohnungen in der Steiermark am günstigsten?
Im Murtal. Neuere Wohnungen mit Freifläche kosten dort laut Statistik Austria 2.093 Euro pro Quadratmeter, Wohnungen aus den Jahren 1961 bis 1990 nur 1.089 Euro. Knapp dahinter liegt Bruck-Mürzzuschlag mit 2.287 und 1.317 Euro.
Was kostet ein Haus in Graz-Umgebung?
Ein nach 1991 gebautes Haus mit 100 bis 140 Quadratmetern auf einem durchschnittlichen Grundstück (880 bis 1.170 Quadratmeter) kostet 3.903 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Auf einem großen Grundstück über 1.170 Quadratmetern sind es 4.160 Euro, bei Baujahren zwischen 1961 und 1990 und durchschnittlichem Grundstück 3.040 Euro.
Wie hoch ist die Miete in der Steiermark?
Bestehende Hauptmietwohnungen kosteten 2025 laut Mikrozensus im Schnitt 9,80 Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebskosten, das sind 624,60 Euro pro Wohnung im Monat. Für neuwertige Mietwohnungen nennt die Wirtschaftskammer 5,94 Euro im Murtal bis 9,95 Euro in Graz.
Sind Immobilien in der Steiermark 2025 teurer geworden?
Ja, nach dem qualitätsbereinigten Preisindex um 5,6 Prozent bei Häusern und um 3,0 Prozent bei Wohnungen. In Graz stiegen die Wohnungspreise um 2,2 Prozent, unter den Landeshauptstädten nur in Linz stärker (6,3 Prozent).
Wann gibt es neue Zahlen?
Statistik Austria veröffentlicht die nächsten Durchschnittspreise für Häuser, Wohnungen und Baugrund am 28. Mai 2027.