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René Apfelknab (FPÖ): Spitzenkandidat in Graz im Porträt

Wer René Apfelknab ist

René Apfelknab, Jahrgang 1970, ist der neue Spitzenkandidat der FPÖ Graz – ein Quereinsteiger an die Parteispitze mit ungewöhnlichem Lebensweg. Gelernt hat er Einzelhandelskaufmann, danach schlug er beim Bundesheer eine Laufbahn als Unteroffizier ein und absolvierte die Heeresunteroffiziersakademie in Enns. Die Matura holte er an der Abendschule nach. Heute arbeitet er als stellvertretender Abteilungsleiter in der Buchhaltungsagentur des Bundes – ein Mann der Zahlen also. Privat ist er Vater dreier erwachsener Kinder und passionierter Hobbyläufer.

Zehn Jahre FPÖ, Finanzreferent der Stadtpartei

Apfelknab ist seit rund zehn Jahren für die FPÖ aktiv und sammelte seine politische Erfahrung auf Bezirksebene, unter anderem als stellvertretender Bezirksparteiobmann in Straßgang. Seit 2021 ist er Finanzreferent der Grazer Stadtpartei – eine Funktion, die im Licht der jüngeren Parteigeschichte besonderes Gewicht hat.

Der Neustart nach dem Finanzskandal

Für die FPÖ Graz waren die vergangenen Jahre turbulent. Ein Finanzskandal um mutmaßlich veruntreute Parteigelder erschütterte die Stadtpartei, in dessen Folge sich Teile abspalteten – daraus ging unter anderem die Bürgerliste KFG (Korruptionsfreies Graz) hervor. Bei der Wahl 2021 verlor die FPÖ rund ein Drittel ihrer Wähler. Mit Apfelknab, der einstimmig gewählt wurde, soll ein unbelastetes Gesicht den Neustart verkörpern. Dass ausgerechnet der Finanzreferent antritt, ist dabei durchaus Programm: Solidität nach innen, Angriff nach außen.

Sein Programm: Sicherheit, Verkehr, Wirtschaft

Inhaltlich setzt Apfelknab auf klassische freiheitliche Kernthemen, verbindet sie aber mit einer wirtschafts- und finanzpolitischen Generalkritik an der Stadtregierung. Er wirft der Koalition Versagen in Wirtschaft, Finanzen und Verkehr vor und fordert:

  • Wirtschaft: günstige Bedingungen für Handel, Gewerbe und Industrie
  • Verkehr: ein Ende des „Verkehrschaos“ und des Parkplatzabbaus ohne Alternativen, orientiert an realen Mobilitätsbedürfnissen
  • Sicherheit: Bündelung der städtischen Sicherheitsagenden
  • Soziales und Migration: Debatte über Sozialleistungen und Integration

Beim Reizthema Parkraum trifft sich Apfelknab inhaltlich mit der ÖVP – beide machen die Erreichbarkeit der Stadt für Handel und Betriebe zum Wahlkampfthema. Wie es um Lagen und Standort tatsächlich steht, zeigt der Beitrag zu den Gewerbeimmobilien in Graz.

Ausgangslage vor der Wahl

2021 kam die FPÖ auf 10,6 Prozent. Die Umfragen 2026 sehen sie bei rund 15 Prozent – trotz Skandal also klar erholt, getragen vom bundesweiten Aufwind der Partei. Zuletzt verlor sie allerdings leicht an die ÖVP. Den vollständigen Überblick über Werte und Mitbewerber bietet der Beitrag zur Graz-Wahl 2026.

Häufige Fragen zu René Apfelknab

Wer ist René Apfelknab?
Der FPÖ-Spitzenkandidat für die Grazer Gemeinderatswahl 2026, von Beruf stellvertretender Abteilungsleiter in der Buchhaltungsagentur des Bundes und seit 2021 Finanzreferent der FPÖ Graz.

Warum tritt mit Apfelknab ein neues Gesicht an?
Nach einem Finanzskandal und der Abspaltung von Teilen der Partei soll er den Neustart der FPÖ Graz verkörpern.

Wofür steht Apfelknab?
Für Sicherheit, gegen den Parkplatzabbau, für bessere Bedingungen für Handel und Gewerbe sowie eine kritische Linie bei Sozialleistungen und Migration.

Wie steht die FPÖ in den Umfragen?
Bei rund 15 Prozent, nach 10,6 Prozent im Jahr 2021.

Quellen

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